Wirtschaft

2,2 Milliarden fürs Staatssäckel: Bundesbank halbiert Gewinn

Die Bundesbank überweist Bundesfinanzminister Schäuble in diesem Jahr einen Gewinn von rund 2,2 Mrd. Euro. Das ist nur rund halb so viel wie ein Jahr zuvor. Grund für die sinkenden Überschüsse sind neben weniger Zinserträgen vor allem die Vorsorge vor drohenden Kursverlusten bei riskanten Wertpapieren in der Bilanz.

Vorahnung schrumpfender Erlöse: Bundesbank-Präsident Axel Weber (l.) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble beim vergangenen G20-Finanzgipfel.
Vorahnung schrumpfender Erlöse: Bundesbank-Präsident Axel Weber (l.) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble beim vergangenen G20-Finanzgipfel.(Foto: REUTERS)

Die Bundesbank hat 2010 einen Überschuss von 2,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Im Jahresvergleich halbierte sich der Überschuss damit nahezu, 2009 hatte die deutsche Notenbank noch einen Gewinn von 4,1 Mrd. Euro an den Bund überwiesen. Grund für den deutlichen Rückgang des Gewinns sei vor allem eine höhere Risikovorsorge, erklärte der Ende April freiwillig aus dem Amt scheidende Bundesbank-Präsident Axel Weber.

Die Bundesbank nahm Wagnisrückstellungen in Höhe von 1,6 Mrd. Euro vor. "Insbesondere im Hinblick auf die im Zuge der Finanzkrise deutlich gestiegenen Bestände an risikotragenden Aktiva war eine Aufstockung der Risikovorsorge notwendig", sagte Weber. Die Erhöhung der Risikovorsorge der Bundesbank steht im Einklang mit der Politik der Europäischen Zentralbank, die in ihrem Jahresabschluss 2010 ihre Risikovorsorge ebenfalls klar erhöhte - um 1,2 Mrd. Euro.

Der Bundesbank-Gewinn fließt in diesem Jahr vollständig in den Bundeshaushalt. Die Schulden der ehemaligen DDR, für deren Tilgung größere Überschüsse in den vergangenen Jahren eingesetzt worden waren, sind so gut wie abbezahlt. Für einen Beitrag zur Tilgung der Schulden aus dem Konjunkturpaket II war der Überschuss in diesem Jahr nicht hoch genug, da nur Gewinne über 3 Mrd. Euro den Schuldenberg abtragen.

Quelle: n-tv.de

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