Dienstag, 09. März 2010
Knapp zwei Milliarden fehlen: Bundesbank verdient weniger
Der Gewinn der Deutschen Bundesbank liegt 2009 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Mit knapp 3,5 Mrd. Euro kann das Haus rund zwei Milliarden Euro weniger als im vergangenen Jahr zum Bundeshaushalt beisteuern.Die Bundesbank überweist in diesem Jahr einen Gewinn von 4,1 Mrd. Euro an den Bund. Im Vorjahr lag der Überschuss noch bei 6,3 Mrd. Euro. "Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf niedrigere Zinserträge in Euro zurückzuführen. Grund hierfür waren die in der Euro-Zone historisch niedrigen Leitzinsen", sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber auf der Bilanzpressekonferenz.
Die Zinserträge gelten als wichtigste Einnahmequelle für die Bundesbanker. Im vergangenen Jahr gingen sie jedoch insgesamt zurück: Der Nettozinsertrag halbierte sich binnen Jahresfrist von 8,4 Mrd. auf 4,2 Mrd. Euro, hieß es aus Frankfurt.
Die Einnahmen aus den Refinanzierungsgeschäften mit den Geschäftsbanken gingen mit der zunehmende Entspannung der Lage an den Finanzmärkten zurück. Dadurch habe sich der Bedarf der Geschäftsbanken, sich frisches Geld von den Zentralbanken zu leihen, verringert, erklärte Weber.
Abgesehen davon hängen die Erträge der Bundesbank auch von der Wertentwicklung der Gold- und Devisenbestände ab. Mit Blick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung weltweit zeigte sich Weber vorsichtig optimistisch.
mmo/dpa/rts
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