Canossa-Gang zu AktionärenCisco-Chef zeigt Reue
John Chambers versucht seinen Job zu retten und entschuldigt sich bei den Cisco-Aktionären. Grund ist der schwache Ausblick des amerikanischen Netzwerausrüsters. Die Anteilseigner zeigen sich gnädig und verzeihen Chambers.
Der Chef des US-Netzwerkausrüsters Cisco hat sich bei seinen Aktionären für den unerwartet schwachen Geschäftsausblick von vergangener Woche entschuldigt. "Ich hasse es, unberechenbar zu sein", sagte John Chambers auf der Jahreshauptversammlung in Santa Clara.
"Es tut mir leid. Ich bin wirklich enttäuscht. Ich erachte sowohl Transparenz als auch Beständigkeit als sehr wichtig. Wir werden Sie nicht häufig überraschen, und ich entschuldige mich dafür, dass wir es taten." Die anwesenden Anteilseigner spendeten Chambers Beifall für seine Worte.
Der negative Ausblick hatte die Cisco-Aktie auf Talfahrt geschickt. Bis heute hat sie sich davon noch nicht wieder erholt: Sie liegt noch immer rund 20 Prozent unter dem Kurs von Mitte vergangener Woche.
Chambers begründete die düstere Prognose damals unter anderem mit leeren öffentlichen Kassen in Europa und den USA. Er stellte für 2011 ein Umsatzwachstum zwischen neun und zwölf Prozent in Aussicht. Analysten hatten gut 13 Prozent erwartet.