Skype doch nicht an die Börse?Cisco meldet Interesse an
In der Gerüchteküche brodelt es mal wieder: Diesmal geht es um den Internettelefonie-Spezialisten Skype. Angeblich soll der Netzwerkbetreiber Cisco Interesse an einer Übernahme haben. Das Börsenprojekt wäre dann wohl gestorben.
Platzt der Börsengang von
Skype und kauft stattdessen der Netzwerkausrüster Cisco den Internettelefonie-Spezialisten?
Das US-Technologie-Blog Techcrunch skizzierte das Szenario. Dabei berief sich Techcrunch
auf "eine unserer zuverlässigeren Quellen". Als möglichen Preis nannte
das Blog um die 5,0 Mrd. US-Dollar.
Das erscheint hoch gegriffen.
Das Auktionshaus Ebay hatte Skype 2005 für 2,6 Mrd. US-Dollar von den Gründern übernommen
und sich 2009 für 1,9 Mrd. US-Dollar wieder mehrheitlich von dem Unternehmen getrennt.
Eine Investorengruppe um den Internetpionier und Netscape-Gründer Marc Andreessen
schlug damals zu. Die Investoren planen nun einen Börsengang, ohne allerdings bislang
Details preiszugeben.
Skype hatte sich für Ebay
als teures Vergnügen erwiesen. Die Internettelefonie erreichte nie die Bedeutung,
die sich das Auktionshaus erhofft hatte. Es fielen hohe Verluste an. Bei Skype können
Nutzer untereinander kostenlos miteinander in Kontakt treten über Sprache, Video
und Textnachrichten. Geld verdient Skype mit Anrufen ins normale Telefonnetz.
Schon Ebay hat sich verzockt
Was Cisco mit Skype sollte,
ließ Techcrunch offen. Der Konzern ist bisher vor allem Hardware-Hersteller und
dabei sehr erfolgreich. Über seine Router und Switches läuft ein großer Teil des
weltweiten Datenverkehrs.
Zudem nimmt auch die Konkurrenz bei
der Internettelefonie zu. Auch Nutzer des E-Mail-Dienstes Google Mail können
seit Ende vergangener Woche beliebige Telefonnummern im In- und Ausland anrufen.
Nach Angaben von Techcrunch soll auch Google Interesse an Skype gehabt, dieses Ansinnen
aber wegen zu erwartender wettbewerbsrechtlicher Auflagen wieder verworfen haben.
Skype konnte die Zahl seiner
Nutzer zuletzt kräftig steigern auf 560 Mio. Ende Juni. Da auch die Zahl der zahlenden
Kunden zulegte, verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 25 Prozent auf
406 Mio. US-Dollar. Der Gewinn lag aber unterm Strich bei lediglich 13 Mio. US-Dollar.
Skype gehört einer Investorengruppe um den Internetpionier und
Netscape-Gründer Marc Andreessen, die das Unternehmen 2009 für 1,9 Mrd. Dollar mehrheitlich vom Auktionshaus Ebay gekauft hat. Ebay wiederum hatte Skype 2005 für 2,6 Mrd. Dollar von den
Gründern übernommen. Die jetzigen Investoren planen einen Börsengang, ohne allerdings bislang Details preiszugeben.