Auf dem Radar des US-KartellamtesDupont bekommt Ärger
Dem US-Chemiekonzern Dupont wird eine Monopolisierung des Marktes für die Kunststofffaser Para Aramid vorgeworfen. Die US-Wettbewerbshüter gehen nun einer entsprechenden Klage des südkoreanischen Textilunternehmens Kolon nach.
Wettbewerbshüter in den USA nehmen Geschäfte des US-Chemieriesen Dupont genauer unter die Lupe. Ein US-Gericht hat ein kartellrechtliches Verfahren gegen den BASF-Konkurrenten wieder aufgenommen. Kläger ist das südkoreanische Textilunternehmen Kolon, das Dupont eine Monopolisierung des Marktes für eine bestimmte Kunststofffaser vorwirft.
Dupont fordere von seinen Großabnehmern in langjährigen Lieferverträgen, 80 bis 100 Prozent der benötigten Para-Aramid-Fasern von ihnen zu kaufen, erklärte Kolon, das die Kunststofffaser ebenfalls verkauft. Die Südkoreaner hatten Dupont 2009 bereits wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen angeklagt.
Im aktuellen Verfahren erklärte das zuständige Gericht in Richmond im US-Bundesstaat Virginia, Dupont decke mehr als 70 Prozent des amerikanischen Marktbedarfs an Para-Armid-Fasern. Sie werden bei der Herstellung von Panzerwesten sowie für Reifen und Glasfaserkabel gebraucht.
Eine Dupont-Sprecherin zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Konzern vor Gericht durchsetzen werde, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind.