Stimmung in den ChefetagenExperten erwarten Anstieg
Nach den jüngsten Daten zum Konsumklima wenden sich Konjunkturforscher der Stimmung in der deutschen Unternehmenslandschaft zu. Anders als bei den Konsumenten rechnen Beobachter beim Geschäftsklimaindex mit einer Aufhellung.
Die Aufwärtsrevision der Industrieaufträge im November wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts das Geschäftsklima im Januar kaum beeinflussen. "Da die Revision vom Bundeswirtschaftsministerium erst am Freitag kam, sind bei uns danach nur vereinzelte Restmeldungen der Befragungsteilnehmer eingegangen", sagte Ifo-Experte Klaus Abberger.
Das Münchner Institut befragt für seinen Geschäftsklima-Index rund 7000 Unternehmen. Für die am Dienstag anstehenden Januar-Daten erwarten Volkswirte, dass das Konjunkturbarometer den zehnten Monat in Folge steigen wird. Im Schnitt sagen die Experten ein Plus von 0,4 Zähler auf 95,1 Punkte voraus.
Das Ifo fragt die Top-Manager nach der Geschäftslage sowie nach ihrer Erwartung für die Geschäftsentwicklung der kommenden sechs Monate. Aus Ergebnissen einer Ifo-Umfrage im Handel geht hervor, dass die Firmen hauptsächlich die eigene Nachfrage- und Ertragssituation im Auge haben.
Vergleiche mit Konkurrenten oder mit der allgemeinen Konjunkturlage werden demnach jedoch seltener bemüht. Zugleich spielten allgemeine Urteile oder Stimmung nur eine untergeordnete Rolle. "Dies gilt für den Bereich Handel, in der Industrie ist aber das generelle Bild ähnlich", erläuterte Abberger.
Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Freitag die Zunahme der Auftragseingänge im November auf plus 2,8 von zuvor 0,2 Prozent nach oben korrigiert. Das Ministerium sieht nun "leicht verbesserte" Aussichten für die Industrieproduktion im ersten Quartal.
Experten erwarten, dass die Erwartungskomponente im Ifo-Index nur noch minimal steigen, die Lageeinschätzung jedoch um 0,7 Punkte anziehen wird.