Wirtschaft

Krisenfest und gesundFMC pusht Fresenius

24.02.2010, 09:10 Uhr

Die Bevölkerung altert. Der Bedarf einer medizinischen Versorgung wächst stetig und macht das Gesundheitsgeschäft krisensicher. Fresenius profitiert - mit Umsatzplus und Ergebniswachstum.

fresenius
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das krisenfeste Gesundheitsgeschäft beschert Fresenius weiterhin solide Wachstumsraten. Dank der Integration des 2008 übernommenen US-Pharmakonzerns APP und steigenden Erlösen bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care(FMC) baute der Bad Homburger Konzern seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 14,2 Mrd. Euro aus. "Trotz der sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir in allen unseren Geschäftsbereichen unseren Umsatz und Ergebnis steigern können und sogar neue Bestwerte in allen Geschäftsbereichen erzielt", sagte Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider zu n-tv. Auch 2010 werde Fresenius bei Ergebnis und Umsatz zulegen.

Das um Akquisitionen bereinigte Konzernergebnis stieg 2009 um 14 Prozent auf 514 Mio. Euro. Damit übertraf die Gruppe ebenso wie beim Umsatz die Erwartungen der Analysten. Fresenius profitiert davon, dass Gesundheitsdienstleistungen wegen des steigenden Bedarfs an medizinischer Versorgung in Industrie- und Entwicklungsländern trotz Krise gefragt sind. Zudem hat der Konzern anders als viele reine Pharmakonzerne nicht mit dem Patentablauf von Milliardenmedikamenten zu kämpfen. Seine Aktionäre will Fresenius mit einer höheren Dividende von 0,75 (2008: 0,70) Euro je Stammaktie und 0,76 (0,71) Euro je Vorzugsaktie am Erfolg beteiligen.

Die ebenfalls im deutschen Leitindex Dax gelistete Tochter FMC trug erneut den Löwenanteil zu Ergebnis und Umsatz der Gruppe bei. Der Überschuss des weltgrößten Anbieters von Produkten und Dienstleistungen zur Behandlung chronisch Nierenkranker stieg um neun Prozent auf 891 Mio. Dollar, der Umsatz um sechs Prozent auf 11,2 Mrd. Dollar. Der durchschnittliche Umsatz je Behandlung in den USA, eine der wichtigsten Kennzahlen für FMC, stieg im vierten Quartal 2009 von 335 Dollar im Vorjahr auf 357 Dollar.

Quelle: rts/dpa