Mittwoch, 03. März 2010
Debatte über Großbanken: Fed-Banker für Zerschlagung
Der US-Notenbanker Richard Fisher hat sich für eine Zerschlagung übergroßer Banken ausgesprochen, um dem Risiko weiterer Krisen des Finanzsystems vorzubeugen. "Ich bin überzeugter denn je, dass jene Banken, die zu groß für eine Pleite geworden sind, gestutzt oder gar zerschlagen werden müssen", sagte Fisher in New York. "Angesichts der Risiken, die solche Banken für die Verbreitung gefährlicher Viren in der Finanzwelt darstellen, bin ich für einen prophylaktischen Ansatz."
Fisher erklärte seine Unterstützung für einen derzeit im Kongress diskutierten Gesetzentwurf, der den Regulierungsbehörden erlauben soll, Großbanken bei drohenden Systemrisiken in kleinere Einheiten zu teilen. Er forderte außerdem ein internationales Abkommen zur Aufteilung von übergroßen Banken in kleinere Teile, "die vom eigenen Management und von den Regulatoren besser geführt werden können".
Fisher ist Präsident der Regionalvertretung der US-Notenbank (Fed) in Dallas im US-Bundesstaat Texas; außerdem gehört er in diesem Jahr turnusgemäß dem Fed-Offenmarktausschuss an.
wne/AFP
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