Wegen MF-Global-PleiteFonds verklagen Deutsche Bank

Wieder einmal sieht sich die Deutsche Bank mit Klagen aus den USA konfrontiert. Jetzt sind es zwei Pensionsfonds, die dem Finanzinstitut sowie anderen großen Geldhäusern vorwerfen, Risiken des Brokerhauses in Prospekten verschwiegen zu haben.
Die Pleite der US-Finanzfirma MF Global hat für die Deutsche Bank ein juristisches Nachspiel. Zwei US-Pensionsfonds verklagen Abteilungen des Frankfurter Instituts sowie sechs weiterer Geldhäuser, die MF Global bei der Erstellung von Anleiheangeboten unterstützt haben.
Die Kläger werfen den Banken vor, in den Prospekten Probleme verschwiegen zu haben, die schließlich zum Kollaps des Brokerhauses geführt haben. Mit der Klage nehmen die Fonds vor allem finanzstarke Institute ins Visier, um ihre Verluste nach dem MF-Global-Zusammenbruch auszugleichen. Zu den Angeklagten gehören auch Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Jefferies, JP Morgan und RBS.
Die Banken lehnten eine Stellungnahme zunächst ab oder waren dafür vorerst nicht zu erreichen. Die Pleite von MF Global hatte Anfang November in der weltweiten Finanzbranche für Aufsehen gesorgt. Die Deutsche Bank hat mehrfach mit Klagen in den USA zu kämpfen. Zuletzt wurde bekannt, dass das Institut im Streit um Hypothekengeschäfte mit US-Kreditgenossenschaften einen Vergleich mit den Regulierungsbehörden erzielt hat.
MF Global hat sich mit Wetten auf europäische Staatsanleihen verhoben. Zudem belasteten den Futures-Broker verstärkt die anhaltend niedrigen Zinsen.