Montag, 09. August 2010
Unersättliches Milliardenloch: Freddie ruft nach Geld
Nach einem weiteren herben Milliardenverlust braucht der US-Baufinanzierer Freddie Mac erneut Staatshilfe. Das Finanzministerium werde um 1,8 Milliarden Dollar gebeten, teilte Freddie Mac mit. Verglichen mit früheren Finanzspritzen nimmt sich diese noch klein aus. Insgesamt steigt die Staatshilfe nun auf 64,1 Milliarden Dollar - eine der schwersten Lasten der Finanzkrise überhaupt.
Freddie Mac und der größere Baufinanzierer Fannie Mae spielen für die Stabilisierung der US-Immobilienmärkte eine entscheidende Rolle. Sie stehen direkt oder indirekt hinter der Mehrzahl der Hypotheken des Landes. Deshalb hatte die Regierung sie in den Turbulenzen des Jahres 2008 aufgefangen und gewährt unbegrenzt Kredit bis 2012. Auch darüber hinaus steht der Steuerzahler noch in begrenztem Umfang für die Verluste aus den Hypotheken gerade.
Im zweiten Quartal schrieb Freddie Mac einen Verlust von unterm Strich sechs Milliarden Dollar. Vor einem Jahr lag das Minus erst bei 840 Millionen Dollar. Die Rückstellungen für faule Kredite gingen zwar zurück, weil die Schuldner ihre Raten wieder pünktlicher zahlen - ein weiteres Zeichen für eine Entspannung auf dem Häusermarkt. Doch hohe Spekulationsverluste machten die Verbesserung zunichte.
dpa
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