Schwächeres FMC-Geschäft Fresenius senkt den Daumen
Fresenius muss erneut seine Umsatzprognose kappen. Der Gesundheitskonzern reagiert damit auf eine schwächere Geschäftsentwicklung bei der Dialysetochter FMC. Diese leidet unter dem starken US-Dollar. Auch bei der Dienstleistungstochter Vamed läuft nicht alles rund.
Der Gesundheitskonzern Fresenius ist mit seiner Umsatzprognose
zum zweiten Mal in diesem Quartal heruntergegangen. Der währungsbereinigte Zuwachs des Konzernumsatzes
von rund sechs Prozent werde wegen einer schwächeren Geschäftsentwicklung bei der
Dialysetochter FMC und der Dienstleistungstochter Vamed nur knapp erreicht, teilte
das Dax-Unternehmen mit.
Anfang November hatte Fresenius die Umsatzprognose bereits
gesenkt: Währungsbereinigt wurde damals ein Plus von sechs statt wie bisher von
sieben bis acht Prozent prognostiziert. Beim Konzerngewinn geht der Vorstand nun
von einem währungsbereinigten Anstieg von etwa 18 Prozent aus. Zuvor hatte Fresenius
ein Ergebnis in der oberen Hälfte des ursprünglich erwarteten währungsbereinigten
Anstiegs von 15 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt.
Die Dialysetochter FMC senkte wegen des starken Dollar
ihre Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Umsatz des stark in den
USA vertretenen Unternehmens soll nun um rund ein bis zwei Prozent unterhalb der
bislang angepeilten 13 Milliarden Dollar liegen. Grund dafür sei vor allem eine
deutliche Abschwächung des Euro und anderer Währungen gegenüber dem Dollar im vierten
Quartal. Auch beim Gewinn schränkte FMC seine Schätzung ein: Das Konzernergebnis
werde nun am unteren Ende der in Aussicht gestellten Spanne von 1,070 bis 1,090
Milliarden Dollar liegen.
FMC-Chef Ben Lipps sieht das Unternehmen gleichwohl auf
Kurs: "Trotz großer Herausforderungen hat sich unser operatives Geschäft im
Jahr 2011 ausgezeichnet entwickelt. Wir sind auf einem sehr guten Weg bei der noch
laufenden Umstellung auf das neue Pauschalvergütungssystem in den USA, dem deutlichen
Ausbau unseres Geschäfts in allen Regionen und der Integration einiger bedeutender
Akquisitionen."