Samstag, 08. Mai 2010
Kein akzeptables Angebot: Gasag-Verkauf geplatzt
Die Versorger Eon und Vattenfall machen einen Rückzieher beim gemeinsamen Verkauf ihrer Anteile am Berliner Gasversorger Gasag. Weil kein Bieter ein akzeptables Angebot abgegegen hat, will Vattenfall seinen Anteil vorerst lieber behalten. Eon hingegen könnte dem Interessenten GDF zu einer Gasag-Mehrheit verhelfen.Der Verkauf des Berliner Gasversorgers Gasag ist vorerst gescheitert. Die Energiekonzerne Eon und Vattenfall zogen ihr Verkaufsangebot für ihre Anteile zurück. "Der gemeinsame Verkaufsprozess ist zu Ende", sagte ein Vattenfall-Sprecher. Die Unternehmen hätten kein Angebot erhalten, das ihren Preisvorstellungen entsprochen hätte. Vattenfall werde seinen Anteil von 32 Prozent vorerst behalten. Der Sprecher verwies dabei auf die Finanzkrise, die vielen Unternehmen Kreditaufnahmen für Übernahmen erschwert.
Einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge sollten für Vattenfalls Anteil und die 37 Prozent von Eon rund 800 Mio. Euro erzielt werden. Ende April wurden nach Informationen aus Finanzkreisen aber von dem Stadtwerkeverbund Thüga für das Paket deutlich weniger geboten.
Eon könnte GDF Mehrheit beschaffen
Die französische GDF Suez, die bereits die restlichen Gasag-Anteil hält, hat nach Angaben aus den Kreisen nur für den Eon-Anteil geboten. Theoretisch könnte Eon diesen allein verkaufen und damit der GDF eine Mehrheit bei der Gasag verschaffen. Ein Eon-Sprecher sagte der "Berliner Zeitung" lediglich: "Es gibt bislang keine Entscheidung über einen etwaigen Gasag-Verkauf." Allerdings war bei Eon angedeutet worden, man habe keinen Druck beim Verkauf. Zudem gibt es im Berliner Senat starke Vorbehalte gegen eine GDF-Mehrheit bei dem Unternehmen.
Die Gasag ist Deutschlands ältester und Europas größter kommunaler Gasversorger. 2009 machte das Unternehmen einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn von knapp 190 Millionen Euro.
Offen ließ der Vattenfall-Sprecher, ob es bei den bisherigen Absichten zum Verkauf weiterer Beteiligungen bleibe. Bis Ende des Jahres wollte sich der Konzern von seinen Anteilen an den Kasseler Stadtwerken, der sächsischen Enso sowie einem Rostocker Kraftwerk trennen.
rts
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Banken kehren Europa den Rücken
Chinesen scheuen das Risiko
-
(Turbo)-Calls auf Silber
143% Gewinn bei 32 $ möglich
-
Wirtschaft übt sich in Optimismus
DIHK hängt Wachstumslatte höher
-
Deal mit Booker
Metro schlägt britische Märkte los
-
Wie gewonnen, so zerronnen
Dax rutscht runter
-
Madrid wagt sich zu weit vor
EZB will Bankia nicht helfen
-
Schuldenkrise belastet
Asien-Börsen kommen zurück
-
Kurse fallen
Euro-Krise schnappt nach Dax
-
Größte Griechen-Bank schlägt Alarm
Euro-Austritt wäre fatal
-
Anleger spekulieren bereits
Facebook auf Kurs 25 Dollar
-
Deutsche Solarbranche in Aufruhr
China-Strafzölle in der Kritik
-
Stellenabbau bei Catering-Tochter
Lufthansa spart in der Küche
