Wirtschaft

Wegen InsiderhandelsGeldbuße für SocGen-Manager

01.07.2010, 12:13 Uhr

Der frühere Chef des französischen Skandalhändlers Kerviel muss eine Geldstrafe von 100.000 Euro wegen Insiderhandels zahlen. Mustier hatte 2007 einen Teil seiner Aktien verkauft, um den einbrechenden Märkten zuvorzukommen.

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Die Bankzentrale in Paris. (Foto: REUTERS)

Der frühere Chef des französischen

Skandalhändlers Jérôme Kerviel muss eine Geldstrafe wegen Insiderhandels zahlen.

Die französische Börsenaufsicht (AMF) verurteilte Jean-Pierre Mustier, der eine

Investmentfiliale der Société Générale geleitet hatte und vergangenes Jahr wegen

des Skandals um Kerviel gehen musste, zu einer Buße von 100.000 Euro.

Mustier

hatte im August 2007 mitten in der Finanzkrise einen Teil seiner Aktien verkauft,

um den einbrechenden Märkten zuvorzukommen. Mustier habe durch den Verkauf

der Aktien 50.000 bis 200.000 Euro eingenommen, berichtete die französische Wochenzeitschrift

"Le Nouvel Observateur" unter Berufung auf die AMF. Der frühere Vorgesetzte

Kerviels hatte unlängst im Verfahren gegen seinen früheren Mitarbeiter ausgesagt;

er gab an, derzeit nicht berufstätig zu sein. Der ehemalige Banker will laut seinem

Anwalt Berufung gegen die Entscheidung einlegen.

Kerviel hatte sich vor Gericht verantworten

müssen, weil er der Société Générale durch ungenehmigte Geschäfte einen Schaden

von 4,911 Mrd. Euro zugefügt haben soll. Dem ehemaligen Händler drohen drei Jahre

Haft, das Urteil fällt im Oktober.

Quelle: AFP