Wegen InsiderhandelsGeldbuße für SocGen-Manager
Der frühere Chef des französischen Skandalhändlers Kerviel muss eine Geldstrafe von 100.000 Euro wegen Insiderhandels zahlen. Mustier hatte 2007 einen Teil seiner Aktien verkauft, um den einbrechenden Märkten zuvorzukommen.
Der frühere Chef des französischen
Skandalhändlers Jérôme Kerviel muss eine Geldstrafe wegen Insiderhandels zahlen.
Die französische Börsenaufsicht (AMF) verurteilte Jean-Pierre Mustier, der eine
Investmentfiliale der Société Générale geleitet hatte und vergangenes Jahr wegen
des Skandals um Kerviel gehen musste, zu einer Buße von 100.000 Euro.
Mustier
hatte im August 2007 mitten in der Finanzkrise einen Teil seiner Aktien verkauft,
um den einbrechenden Märkten zuvorzukommen. Mustier habe durch den Verkauf
der Aktien 50.000 bis 200.000 Euro eingenommen, berichtete die französische Wochenzeitschrift
"Le Nouvel Observateur" unter Berufung auf die AMF. Der frühere Vorgesetzte
Kerviels hatte unlängst im Verfahren gegen seinen früheren Mitarbeiter ausgesagt;
er gab an, derzeit nicht berufstätig zu sein. Der ehemalige Banker will laut seinem
Anwalt Berufung gegen die Entscheidung einlegen.
Kerviel hatte sich vor Gericht verantworten
müssen, weil er der Société Générale durch ungenehmigte Geschäfte einen Schaden
von 4,911 Mrd. Euro zugefügt haben soll. Dem ehemaligen Händler drohen drei Jahre
Haft, das Urteil fällt im Oktober.