Der Dank gilt Mark HurdHP schwingt sich in neue Höhen
Ungeachtet der Querelen um Ex-Chef Mark Hurd rechnet der Konzern im kommenden Geschäftsjahr mit einem deutlich besseren Geschäft. Das Ergebnis je Aktie soll bis zu 4,45 US-Dollar erreichen. Die Zahlen liegen deutlich über denen, die HP in diesem Geschäftsjahr anpeilt, das im Oktober endet.
Der weltgrößte PC-Hersteller
Hewlett-Packard setzt sich ehrgeizige Ziele. Ungeachtet der Querelen um Ex-Chef
Mark Hurd rechnet der Konzern für die nächsten Monate mit einem deutlich besseren
Geschäft. Den guten Lauf hat HP vor
allem dem hochprofitablen Servicegeschäft zu verdanken, das der geschasste Hurd
mit Zukäufen ausgebaut hatte. Einen neuen Chef gibt es nach seinem unrühmlichen Abgang immer noch nicht.
Der Umsatz soll im kommenden
Geschäftsjahr, das mit November beginnt, auf bis zu 133,5 Mrd. US-Dollar (98,3 Mrd.
Euro) steigen. Das Ergebnis je Aktie soll bis zu 4,45 US-Dollar erreichen, wie Übergangschefin
Cathie Lesjak auf einem Treffen mit Analysten ankündigte.
Die Zahlen liegen deutlich
über denen, die HP im laufenden Geschäftsjahr anpeilt. Hier rechnet das Management
mit einem Umsatz von bis zu 125,5 Mrd. US-Dollar und einem Ergebnis je Aktie von
bis zu 3,64 US-Dollar.
Besser als vor der Krise
Im Vorjahr hatte die Wirtschaftskrise
das Geschäft von HP leicht getrübt, aber bei weitem nicht so stark wie bei manchem
Konkurrenten. Mit den angepeilten Zahlen würde das Unternehmen nun sogar besser
abschneiden als vor der Rezession.
Hurd musste Anfang August wegen einer Liaison mit einer
ehemaligen externen Mitarbeiterin und falscher Spesenabrechnungen gehen und hat
inzwischen einen Spitzenjob beim Softwarekonzern Oracle.
Der Aktienkurs von HP dümpelt
seit Wochen vor sich hin. Auf dem Analystentreffen wollte Interimschefin Lesjak,
die auch für die Finanzen zuständig ist, das Vertrauen der Börsianer wiedergewinnen.
Ein wenig gelang ihr das auch. Der Kurs stieg nachbörslich um gut ein Prozent.