Wirtschaft

Erste WinterschnäppchenHändler bieten Rabatte an

18.12.2010, 14:18 Uhr

Gute Nachrichten für die deutschen Verbraucher: Einige Artikel und Sortimente gibt es bereits in der Vorweihnachtszeit zu geringeren Preisen. Mit weiteren Reduzierungen ist nach dem Fest zu rechnen.

2uyi0742-jpg5074881167544695919
Reges Treiben in der Hamburger Mönckebergstraße. (Foto: dpa)

Deutschlands Einzelhändler locken wenige Tage vor Weihnachten mit ersten Winterrabatten. In den Innenstädten sind vielerorts schon rote "Sale"- oder Schlussverkaufsschilder an den Schaufenstern zu sehen. Teilweise werden Reduzierungen bis zu 50 Prozent angepriesen.

"Das sind aber nur vereinzelte Aktionen auf ausgesuchte Artikel und Sortimente, um den Absatz anzukurbeln und die Leute in die Läden zu holen", sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer des Deutschen Textileinzelhandelsverbandes, Siegfried Jakobs. Meist gebe es Rotstiftpreise auf Übergangsware. Mit weiteren Reduzierungen sei nach dem Fest zu rechnen.

Jakobs zufolge wird die "Reduzierungsphase" im Modehandel immer länger. "Das liegt auch daran, dass die Unternehmen immer wieder Platz schaffen wollen für neue Ware und Sortimente." Die letzte große Lagerräumung der Saison erfolgt dann im neuen Jahr. Start zum sogenannten freiwilligen Winterschlussverkauf ist der 24. Januar. Der Branchenverband ruft dazu auf, den Rotstift mit Augenmaß anzusetzen. Mit Januar und Februar stünden die statistisch kältesten Monate noch bevor, die "Bedarfseinkäufe" bei warmen Pullis und Mänteln auslösen könnten.

Berliner Geschäfte am Sonntag auf

Vom letzten Adventswochenende vor Heiligabend erhoffen sich die rund 400.000 Einzelhändler noch einen kräftigen Umsatzschub. Der Handelsverband HDE forderte Städte und Kommunen dazu auf, ihren Beitrag zu leisten und Wege und Straßen ordentlich von Schnee und Eis zu befreien. In der dritten Dezemberwoche hätten die Geschäfte wegen des Winterchaos von leichten Einbußen berichtet. Viele Kunden blieben aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse lieber zu Hause.

In Berlin öffnen die Geschäfte auch am vierten Adventssonntag. Die Händler rechnen dort mit den besten Umsatztagen des ganzen Jahres. "Jetzt kaufen die Menschen die SOS-Geschenke: Socken, Oberhemden, Schlipse", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. Auch Lebensmittel für das bevorstehende Festessen dürften sehr gefragt sein.

Am Sonntag wollten in der Hauptstadt mindestens 6000 Läden zwischen 13.00 und 20.00 Uhr öffnen. In Berlin gibt es nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts seit diesem Jahr nur noch zwei statt vier verkaufsoffene Adventssonntage.