Wirtschaft

Von Tsunamis und TornadosHannover Rück bekräftigt Ziele

08.08.2011, 09:02 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

500 Mio. Euro Jahresgewinn plant Hannover Rück in diesem Jahr. Im zweiten Quartal liegt das Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, aber über den Erwartungen der Analysten.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hält nach einem glimpflich verlaufenen zweiten Quartal an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest. "Unser Konzernergebnis für das erste Halbjahr von 218 Mio. Euro sollte es uns - bei normalem Verlauf des zweiten Halbjahrs - komfortabel erlauben, unseren angepeilten Jahresgewinn von rund 500 Mio. Euro zu erreichen", sagte Vorstandschef Ulrich Wallin. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Großschäden im Rest des Jahres nicht wesentlich über 295 Mio. Euro lägen.

Das Netto-Prämienvolumen soll 2011 um sieben bis acht Prozent steigen. Im ersten Halbjahr lag es mit 5,1 Mrd. Euro um 6,8 Prozent über Vorjahr.

Im zweiten Quartal übertraf Hannover Rück mit einem Gewinn von 166,2 Mio. Euro den Vorjahreswert um 4 Prozent. Analysten hatten dagegen mit einem leichten Rückgang gerechnet. Nach dem von einer ganzen Serie von Naturkatastrophen belasteten ersten Quartal schlugen Großschäden zwischen April und Juni nur noch mit 53 Mio. Euro zu Buche. Trotzdem liegen die Großschäden nach den ersten sechs Monaten mit 625,2 Mio. Euro um mehr als die Hälfte über dem Wert des Vorjahres.

"USA werden Zinsen zahlen"

Knapp zehn Prozent der Kapitalanlagen der Hannover Rück stecken in den gerade herabgestuften US-Staatsanleihen. Man habe 2,3 Mrd. Euro in US-Staatspapiere investiert, sagte Finanzvorstand Roland Vogel. Hannover Rück gehe aber fest davon aus, dass die USA auch künftig ihre Zinsen zahlten. "Der ganz konkrete Ausfluss des Downgrades ist für uns sehr übersichtlich", sagte Vogel. Die Zinsen auf US-Staatsanleihen dürften eher steigen. "Aber was in Europa und den USA passiert, lässt mich schon ein wenig grübeln", fügte der Finanzchef hinzu.

Die Hannover Rück hat 87 Prozent ihrer 25,3 Mrd. Euro an Kapitalanlagen in festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Davon entfallen nach Angaben Vogels 21 Prozent auf Staatsanleihen, vor allem aus Deutschland, Großbritannien, den USA und Frankreich.

Quelle: bad/rts