Wirtschaft

Höchstes Niveau seit 1991: Ifo-Index überrascht positiv

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich im November noch einmal überraschend deutlich auf. Es ist der sechste Anstieg in Folge. Das Geschäftsklima ist damit so gut wie nie seit der Wiedervereinigung. Selbst die Erwartungen sind trotz auslaufender Konjunkturprogramme und Schuldenkrise noch einmal gestiegen.

Nicht nur ihre aktuelle Lage, sondern auch die Erwartungen für die nächsten Monate beurteilen die befragten Unternehmen besser als im Oktober.
Nicht nur ihre aktuelle Lage, sondern auch die Erwartungen für die nächsten Monate beurteilen die befragten Unternehmen besser als im Oktober.(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz der Schuldenkrise in Europa ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft so gut wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im November überraschend auf 109,3 von 107,7 Punkten im Vormonat. Das teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mit.

Es ist bereits der sechste Anstieg in Folge. In einer Umfrage hatten Analysten im Schnitt mit einem Rückgang auf 107,4 Punkte gerechnet. Die 7000 befragten Manager schätzten sowohl die Aussichten für die kommenden sechs Monate als auch die Geschäftslage besser als zuletzt ein. "Die deutsche Wirtschaft schraubt sich immer höher", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Das Barometer für die Erwartungen stieg auf 106,3 von 105,2 Punkten. Das Lage-Barometer kletterte auf 112,3 von 110,2 Punkten.

Deutschland bleibt Konjunkturlok

Der Geschäftsklimaindex deutet nach Einschätzung der Helaba auch im vierten Quartal auf ein robustes Wirtschaftswachstum hin. Die hohe Geschäftserwartungen signalisiere, dass die konjunkturelle Dynamik zu Beginn des kommenden Jahres erhalten bleibe.

Die deutsche Wirtschaft war im dritten Quartal um 0,7 Prozent gewachsen - fast doppelt so schnell wie die Eurozone mit 0,4 Prozent. Neben Exporten und Investitionen stützte auch der private Konsum das Wachstum. Die Bundesregierung sagt für das zu Ende gehende Jahr ein Wachstum von 3,4 Prozent voraus, das sich 2011 auf 1,8 Prozent abschwächen soll.

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Quelle: n-tv.de

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