Mittwoch, 16. Dezember 2009
Krise fordert ihren Tribut: Jenoptik baut Jobs ab
Der Jenoptik-Konzern hat Sozialpläne für Stellenabbau in Thüringen und Baden-Württemberg vereinbart, mit dem auf den Umsatzrückgang reagiert wird. Insgesamt werden in diesem Jahr 400 Arbeitsplätze gestrichen, davon 160 in Frankreich, der Schweiz und den USA.
Die Mitarbeiterzahl des Optik-Unternehmens, das unter der Krise der Halbleiter- und Autoindustrie leidet, soll sich 2010 auf etwa 3000 verringern, teilte der Vorstand mit. Gleichzeitig wurde mit der IG Metall ein neuer Haustarifvertrag mit Laufzeit bis März 2011 vereinbart.
Jenoptik hatte wegen des Nachfragerückgangs in diesem Jahr Hunderte Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Zudem zog sich der im TecDax notierte Konzern aus dem Geschäft mit Mittelformatkameras zurück und schloss einen Optik-Standort in Gießen. Diese Produktion wird derzeit nach Jena verlagert. Betroffen vom Stellenabbau sind vor allem die Sparten optische Systeme und industrielle Messtechnik.
Jenoptik war in diesem Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Per Ende September betrug der Verlust 14,9 Millionen Euro. Erwartet wird ein Jahresumsatz von 460 bis 500 Millionen Euro nach 548 Millionen Euro im Jahr 2008.
dpa
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