Geld für GroßaufträgeJenoptik erhöht Kapital
Jenoptik will rund 5,2 Millionen neue Aktien auf den Markt bringen. Damit könnte der Thüringer Technologiekonzern rund 24 Millionen Euro einnehmen. Mit dem Geld sollen unter anderem Großaufträge finanziert werden.
Der Technologiekonzern Jenoptik will zur Finanzierung von Aufträgen die Investoren zur Kasse bitten. Mit dem Verkauf von rund 5,2 Millionen neuen Aktien sollen Großaufträge sowie eine Expansion vor allem im Lasergeschäft in Asien und Nordamerika finanziert werden, teilte das Thüringer Unternehmen mit. Basierend auf dem Schlusskurs von Dienstag könnten dem Unternehmen rund 24 Millionen Euro zufließen.
Die Sparte Verkehrssicherheit hatte nach Unternehmensangaben einen Großauftrag von über zwölf Millionen Euro für Systeme und Anlagen zur Verkehrsüberwachung außerhalb Europas erhalten. Der Auftrag soll sich bereits 2010 im Umsatz und Ergebnis des Konzerns zeigen.
Um diesen Auftrag und weitere erwartete Orders zu finanzieren, sollen die Investoren Kapital nachschießen. Die bisherigen Großaktionäre ECE Industriebeteiligungen und Varis Vermögensverwaltung werden laut Jenoptik bei der Kapitalmaßnahme mitziehen. Schon am Abend sollten die Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechtes Anlegern in Deutschland und im Ausland angeboten werden. Die im TecDax notierten Titel waren zuvor mit einem Minus von 4,2 Prozent bei 4,67 Euro aus dem Handel gegangen.
2009 häufte Jenoptik nach vorläufigen Zahlen einen Betriebsverlust von fast 20 Millionen Euro an, 2008 hatte der Konzern noch 37 Millionen Euro verdient. Hauptgrund für das Minus waren Kosten von 27 Millionen Euro für den Konzernumbau sowie Abfindungen nach einem massiven Personalabbau. 2010 will Jenoptik aber wieder in die Gewinnzone zurückkehren.