Wirtschaft

Ausgabe neuer Aktien gestopptKKR auf der Hut

10.08.2010, 07:27 Uhr

Erst einen Monat an der Börse, aber das volatile Marktumfeld schlägt bereits voll zu: Der Finanzinvestor KKR, in Deutschland etwa an ProSiebenSat.1, Kion oder A.T.U beteiligt, stoppt die Ausgabe neuer Aktien. Eine halbe Milliarde Dollar sollten so eigentlich in die Kassen fließen.

KKR
Mehr Schein als Sein? (Foto: picture-alliance/ dpa)

Der US-Finanzinvestor KKR hat weniger als einen Monat

nach seinem Börsendebüt in New York den Verkauf neuer Aktien abgesagt. Dies

teilte das Unternehmen, dass zu den weltweit größten Beteiligungsgesellschaften

gehört, mit. Gründe gab KKR nicht an. KKR kann die Pläne jederzeit wieder

aufleben lassen.

Beim Börsengang waren keine neuen Aktien emittiert

worden. Dafür hatte KKR angekündigt, neue Papiere im Volumen von 500 Mio.

Dollar ausgeben zu wollen. Der Aktienmarkt unterlag in letzter Zeit großen

Schwankungen. Das machte es für Unternehmen schwer, neue Anteilsscheine an den

Mann zu bringen.

Neben dieser Absage gab KKR bekannt, im abgelaufenen

Quartal einen Gewinn von 433,1 Mio. Dollar erzielt zu haben, nach einem

Pro-Forma-Gewinn von 613,5 Mlo. Dollar im Vorjahreszeitraum.

In Deutschland ist KKR unter anderem am Fernsehsender

ProSiebenSat.1, an dem Gabelstaplerhersteller Kion, an der Werkstattkette A.T.U

sowie an dem Musikrechtegeschäft von Bertelsmann beteiligt. Weltweit besitzt

KKR Anteile an dem Einzelhändler Dollar General und dem Krankenhausbetreiber

HCA.

Quelle: rts