Freitag, 22. Januar 2010
Ein Fünkchen Hoffnung: Karmann hebt Kündigungen auf
Nach der Gründung einer VW-Tochtergesellschaft in Osnabrück hoffen bereits gekündigte Mitarbeiter des insolventen Zulieferers Karmann auf eine neue Chance. Möglicherweise können wegen eines Auftrags von Volkswagen rund 400 Arbeitsplätze im Werkzeugbau gerettet werden.
Karmann-Mitarbeiter stehen Gewehr bei Fuß. Die Aufträge können kommen.
(Foto: picture alliance / dpa)
Der Insolvenzverwalter von Karmann, Ottmar Hermann, prescht vor und nimmt die zum Ende Januar 2010 ausgesprochenen Kündigungen im Bereich der Metall Gruppe schon einmal vorsorglich zurück. Damit bietet er 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Presswerk sowie im Werkzeug- und Anlagenbau die Möglichkeit, ihre Arbeit fortzusetzen. In einer Teil- Betriebsversammlung wurde die Belegschaft über diese Nachricht informiert.
Möglich wurde die Rücknahme der Kündigungen durch eine Neubewertung der weiteren Entwicklung für den Bereich der Metall Gruppe. Diese wird positiv ausfallen, wenn es in den kommenden Wochen gelingt, neue Aufträge in nennenswertem Umfang zu erhalten. Damit würde die Entscheidung vom Herbst 2009, die Metall Gruppe mangels Auslastung zu schließen, vorerst entfallen.
"Mit unseren hoch motivierten Fachkräften verfügen wir über ausreichende Kapazitäten, um Volkswagen bei seinem Wachstum in Osnabrück mit unseren Dienstleistungen zu unterstützen", sagte Hermann. Die Verhandlungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen. Er hoffe noch für diese Woche auf eine Einigung. VW hat sich über eine neue Tochtergesellschaft auf dem Osnabürcker Firmengelände angesiedelt.
ddi/dpa
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