Thema bei Telekom noch nicht durchKeine Entlastung Zumwinkels
Der ehemalige Chefkontrolleur der Telekom, Zumwinkel, soll nicht für das Geschäftsjahr 2008 entlastet werden. Er gehört wie auch Ex-Vorstandschef Ricke in Bezug auf die Spitzelaffäre zu den Beschuldigten.
Die Deutsche Telekom will ihrem ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel weiter die Entlastung verweigern. Die Entscheidung über eine Entlastung für das Geschäftsjahr 2008 soll nicht auf dem im Mai anstehenden Telekom-Aktionärstreffen fallen, sondern erst nächstes Jahr, wie aus der Tagesordnung für die Hauptversammlung des Bonner Konzerns hervorgeht. Bereits im Vorjahr war dem ehemaligen Vorstandschef der Deutschen Post dieser Schritt verweigert worden.
Zumwinkel hatte Ende Februar 2008 vorzeitig sein Amt bei der Telekom niedergelegt, weil er unter dem Verdacht stand, Steuergelder in Höhe von einer Million Euro hinterzogen zu haben. Ein Gericht verurteilte Zumwinkel deswegen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.
Erst nach seinem Rücktritt nahm die Bonner Staatsanwaltschaft Ermittlungen im Zuge der Spitzelaffäre bei der Telekom auf. Dabei gehört Zumwinkel ebenso wie der ehemalige Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke zu den Beschuldigten. In den kommenden Tagen will die Staatsanwaltschaft das Ergebnis der bisherigen Untersuchungen und ihr weiteres Vorgehen bekanntgeben.