Wirtschaft

Auftragsboom aus der AutobrancheKuka sitzt auf vollen Büchern

03.08.2011, 13:42 Uhr

Der Roboterhersteller Kuka freut sich über einen regelreichten Auftragsboom. Vor allem aus der Autoindustrie kommen immer mehr Aufträge. Der Ordereingang insgesamt springt im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent nach oben.

Der Boom in der Autobranche füllt die Auftragsbücher des Roboter- und Anlagenbauers Kuka. Im ersten Halbjahr 2011 gingen Bestellungen im Wert von 837 Mio. Euro ein - 53 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Augsburger Konzern mitteilte. Sowohl Abnehmer aus der Autobranche als auch aus anderen Industriezweigen wie Medizintechnik oder Chemie hätten mehr bestellt. "Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden ist ungebrochen", sagte Vorstandschef Till Reuter.

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(Foto: Kuka AG)

Nachdem der Auftragseingang schon zu Jahresbeginn stark angezogen hatte und im zweiten Quartal Rekordniveau erreichte, schraubte Kuka seine bereits im Mai erhöhte Prognose für 2011 erneut leicht nach oben: Der Umsatz werde auf rund 1,3 Mrd. Euro steigen, kündigte Konzernchef Reuter an. Bei der operativen Rendite (Ebit-Marge) strebt Kuka weiterhin mindestens fünf Prozent an; umgerechnet entspricht dies einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 65 Mio. Euro.

Konjunktur verleiht Flügel

Von Januar bis Ende Juni erzielte der Zulieferer Erlöse in Höhe von 663 Mio. Euro und ein Ebit von 31 Mio. Die Marge lag damit bei 4,7 Prozent. Finanzchef Stephan Schulak erläuterte, Kuka werde im laufenden dritten Quartal im Autogeschäft sehr stark abschneiden, weil zuletzt extrem viele Bestellungen für Produktionsroboter aus der Pkw-Industrie eingegangen seien. "Das wird die Marge unter Druck setzen." Langfristig soll deshalb das Geschäft mit anderen Industriezweigen, das höhere Renditen abwirft, ausgebaut werden.

Trotz Schuldenkrise und aufziehender Konjunktureintrübung werde Kuka weiter wachsen, sagte Reuter. Besonders in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas rechnet das Unternehmen weiter mit brummenden Geschäften. Insgesamt reichen Kukas Aufträge im Anlagenbau (Systems) für mindestens neun Monate, in der Robotersparte für viereinhalb Monate.

Quelle: rts