BilanzmanipulationenLehman beschäftigt weiter
Die untergegangene Investmentbank Lehman Brothers erhitzt die Gemüter in den USA weiter. Der Chef des Senats-Bankenschusses, Dodd, fordert Ermittlungen. Vor Kurzem war bekanntgeworden, dass Lehman bereits vor dem Zusammenbruch zahlungsunfähig war.
US-Senator Christopher Dodd hat das Justizministerium zu Ermittlungen im Konkursfall der Investmentbank Lehman Brothers aufgefordert. Er sei sehr beunruhigt über die unlängst bekanntgewordene Bilanzmanipulation, sagte der Vorsitzende des Bankenausschusses.
Auch andere Finanzinstitute müssten bei Verdacht auf ähnliche Vorgänge untersucht werden. Eine Strafverfolgung von Angestellten, die gegen Gesetze verstoßen haben, müsse in Erwägung gezogen werden. Lehman war im September 2008 unter einem Schuldenberg von mehr als 600 Milliarden Dollar kollabiert. Die Pleite gilt als einer der Auslöser für die schwerste Rezession in der Nachkriegszeit.
In der vergangenen Woche war in dem Bericht eines gerichtlich bestellten Prüfers bekanntgeworden, dass die Bank bereits Wochen vor ihrem Kollaps zahlungsunfähig war. Mit Buchungstricks sei der Eindruck erweckt worden, dass Lehman seinen Verschuldungsgrad im Jahr 2008 verringerte. Tatsächlich sei aber das Gegenteil der Fall gewesen, was zum Zusammenbruch der Bank beigetragen habe.