Fachleute reiben sich die AugenLloyds macht wieder Gewinn
Positive Nachricht vom arg gebeutelten britischen Finanzsektor: Die Großbank Lloyds schreibt in den ersten drei Monaten dieses Jahres schwarze Zahlen. Die Rückkehr in die Gewinnzone kommt damit früher als erwartet.
Großbritanniens größte Privatkundenbank Lloyds ist dank nachlassender Belastungen durch Kreditausfälle überraschend schnell in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das teilverstaatlichte Institut kündigte schon für das abgelaufene erste Quartal einen Gewinn an.
Auch für das Gesamtjahr 2010 zeigte sich die Bank zuversichtlich, unter dem Strich ein Plus zu verbuchen. Geholfen habe dabei auch die wirtschaftliche Belebung, hieß es. Die unerwartet schnelle Erholung bei Lloyds ließ in London zunächst die Aktien der Bank steigen und erwarten, dass sich britische Regierung schon bald von ihrem 41-prozentigen Lloyds-Anteil trennen könnte. Lloyds musste mit öffentlichen Geldern vor dem Kollaps gerettet werden.
Die Bank sei viel früher als erwartet in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, sagte Andrew Lim, Matrix-Analyst in London. Die Experten seien sich zuvor zwar einig gewesen, dass Lloyds im Gesamtjahr wieder Gewinn verbuche. Dabei seien im ersten Halbjahr noch Verluste erwartet worden, die durch Profite in der zweiten Jahreshälfte mehr als ausgeglichen würden. Die jüngste Entwicklung sei deshalb eine wirklich gute Nachricht.
Lloyds zufolge machen Verluste bei Gewerbe-Immobilien in Irland zwar weiter Schwierigkeiten. Insgesamt habe sich der Wertverlust aber deutlich verlangsamt und entwickele sich besser als angenommen. Hintergrund sei das Management von Problemkrediten sowie die Konjunkturerholung.