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Wirtschaft

Donnerstag, 18. Februar 2010

Hausjuristen prüfen Streik-Rechtslage: Lufthansa holt Keule raus

Die Piloten haben sich für den Arbeitskampf entschieden.

Die Piloten haben sich für den Arbeitskampf entschieden.
(Foto: dpa)

Der Pilotenstreik droht für die Lufthansa teuer zu werden. "Vier Tage werden bei uns ungefähr mit 100 Millionen Euro zu Buche schlagen", sagte Lufthansa-Vizevorstand Christoph Franz.

Ein Streiktag allein koste die Fluggesellschaft ungefähr 25 Millionen Euro. Und das seien "nur die unmittelbaren Cash-Effekte". Es werde Tage dauern, um den durcheinander geratenen Flugplan nach dem Streik wieder in Ordnung zu bringen, ergänzte Personalchef Stefan Lauer.

Franz hält den Ausstand für rechtswidrig. Derzeit prüften Hausjuristen die genaue Rechtslage und auch Schadenersatzforderungen an die Piloten-Vereinigung Cockpit. Ein flächendeckender Streik von gleich vier Tagen Länge sei nicht mehr verhältnismäßig, sagte Franz weiter.

Gesprächsbereitschaft bleibt

Ab Montag werden voraussichtlich gut 4000 Piloten der Airline die Arbeit niederlegen. Damit dürften die meisten Maschinen der Lufthansa und der Tochter Germanwings am Boden bleiben. Die in der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit organisierte Piloten hatten mit großer Mehrheit für den Ausstand gestimmt.

Noch sei aber Zeit, den Streik abzuwenden, sagte Lauer. "Wir sind jederzeit gesprächsbereit." Allerdings bewege sich die Gewerkschaft derzeit keinen Millimeter.

wne/rts/dpa

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