Wirtschaft

Ohne "Barbie" kein ZuwachsMattel-Aktie sackt ab

15.10.2010, 16:21 Uhr

Verunsicherte Kunden und die Probleme bei Fisher Price machen dem US-Spielzeugriesen Mattel das Leben schwer. Im zurückliegenden Quartal steigt der Umsatz nur leicht. Die Aktie geht auf Talfahrt.

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Zeichen der Zeit: Die Computerfachfrau-Barbie stellte Mattel im Februar 2010 vor. (Foto: AP)

Ein Rückruf von Baby-Spielzeug hat die Geschäfte des US-Spielzeugkonzerns Mattel belastet. Nur die guten Verkäufe der Plastikschönheit "Barbie" sorgten im dritten Quartal dafür, dass der Umsatz um 2 Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar stieg. Der Gewinn des weltgrößten Spielwarenherstellers legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf unterm Strich 283 Mio. Dollar zu.

Die Mattel-Tochter Fisher Price hatte im September insgesamt 11 Mio. Spielzeuge zurückgerufen: vom Dreirad bis zum Hochstuhl. Gr und waren Berichte darüber, dass sich Kinder geschnitten oder Teile verschluckt hätten. Das erschütterte das Vertrauen in die Marke. Auch die Modellautos von "Hotwheels" und "Matchbox" sowie die ferngesteuerten Wagen von "Tyco" liefen schlecht.

Die Mattel-Aktie fiel am Freitag im frühen Handel um 8 Prozent. Da nützte es auch nichts, dass Firmenchef Robert Eckert sich zufrieden zeigte und davon sprach, dass anstehende Weihnachtsgeschäft sei wie erwartet angelaufen.

Mattel ist die Nummer eins der Branche und hatte gerade erst die Wirtschaftskrise und einen Skandal um mit Blei belastetes Spielzeug aus China verdaut. Aktuell macht der Rivale MGA Entertainment Ärger, der Hersteller der "Bratz"-Modepuppen. MGA wirft Mattel Industriespionage vor. Die beiden Firmen beharken sich schon seit längerem wegen der "Bratz"-Urheberrechte.

Quelle: dpa