Viel Umsatz, schmaler GewinnMerck verdaut Millipore

In Darmstadt blickt Merck-Chef Kley auf ein "Jahr mit großen Veränderungen" zurück: Der Umsatz schwillt an, das operative Ergebnis vervielfacht sich, nur unter dem Strich bleibt das Ergebnis mager - mit gutem Grund.
Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im Schlussquartal des vergangenen Jahres unter anderem dank der Übernahme des Laborausrüsters Millipore operativ zwar mehr verdient, unter dem Strich aber einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.
Der operative Gewinn legte im vierten Quartal um 192,7 Prozent auf 129,1 Mio. Euro zugelegt. Analysten hatten im Schnitt mit 193 Mio. Euro deutlich mehr erwartet. Der Konzernumsatz schwoll im gleichen Zeitraum um 25,5 Prozent auf 2,546 Mrd. Euro an. Hier traten die Auswirkungen der Übernahme besonders deutlich zu Tage. Der Gewinn nach Steuern fiel dagegen unter anderem wegen verschiedener Sondermaßnahmen um 22,1 Prozent auf 45,5 Mio. Euro.
"2010 war ein Jahr mit großen Veränderungen für Merck", bilanzierte Konzernchef Karl-Ludwig Kley. Er erwartet nun für das laufende Jahr unter Berücksichtigung von Millipore einen Umsatzanstieg von 13 bis 18 Prozent sowie einen Zuwachs des operativen Gewinns um 35 bis 45 Prozent.