Neue Kollegen in der IndustrieMetaller rechnen mit Zuwachs
Anders als im deutschen Baugewerbe wächst in der Metall- und Elektroinustrie die Zuversicht. Der Branchenverband Gesamtmetall blickt zufrieden auf einen anhaltenden Stellenzuwachs. Bis zum Vorkrisenniveau ist es allerdings noch ein langer Weg.
Die Zahl der Beschäftigung in der Metall- und Elektroindustrie hat sich nach Angaben des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall besser entwickelt als erwartet. "Von April bis Oktober 2010 haben die Unternehmen im Saldo schon wieder mehr als 25.000 Stammkräfte eingestellt", sagte Gesamtmetall-Chefökonom Michael Stahl der "Berliner Zeitung". Mit einer Trendwende rechnet Stahl nicht. "Die positiven Beschäftigungspläne der Unternehmen stimmen uns zuversichtlich, dass sich der Stellenaufbau auch 2011 fortsetzen wird."
Stahl verwies darauf, dass die Kurzarbeit zum Jahresende 2010 auf Normalmaß geschrumpft sei: "Damit könnte das Tempo des Arbeitsplatz-Aufbaus 2011 sogar noch zulegen - wenn der Arbeitsmarkt so flexibel bleibt wie bisher."
Noch längst nicht zurück
Nach einem Produktionsplus von 15 Prozent im vergangenen Jahr erwartet Gesamtmetall für 2011 ein Wachstum von mindestens 5 Prozent. 2009 war die Produktion krisenbedingt um 23 Prozent eingebrochen.
Der Stellenaufbau im vergangenen Jahr reiche allerdings "bei weitem nicht aus, um den Einbruch während der Krise aufzufangen", betonte Stahl. Von Oktober 2008 bis März 2010 seien in der Branche etwa 215.000 Stellen verloren gegangen. 95 Prozent der Stammbelegschaften seien aber trotz dramatischer Absatzeinbrüche gehalten worden.
Die hatte sich zu Wochenbeginn deutlich skeptischer zu den Perspektiven für 2011 geäußert. Zwar habe es im abgelaufenen Jahr auch hier einen deutlichen Stellenzuwachs gegeben. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes rechnet eigenen Angaben allerdings damit, dass die Bauwirtschaft abermals hinter der Dynamik von Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie zurückbleiben werde.