Montag, 08. Februar 2010
EU segnet Rettung ab: Milliarden für Fortis und ABN
6,9 Mrd. Euro Rettungsbeihilfe vom Staat - darüber können sich die niederländische Fortis Bank und ihre Tochter ABN Amro freuen. Die EU billigt den Zuschuss aber nur befristet.
ABN Amro, Fortis, Milliardenhilfen: Die Finanzkrise hat auch die Niederlande nicht verschont.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die EU-Kommission hat ein Rettungspaket der niederländischen Regierung für die Fortis Bank Nederland und die zu ihr gehörende ABN Amro vorübergehend gebilligt. Das Paket aus Garantien, Anleihen und direkten Finanzhilfen von 6,9 Mrd. Euro werde als Rettungsbeihilfe befristet bis zum 31. Juli genehmigt, teilte die Kommission mit. Die zusätzliche Staatshilfe werde gebraucht, um die niederländischen Vermögenswerte von ABN Amro vom ABN-Mutterkonzern abzuspalten und die Integration der übrigen ABN-Geschäftsbereiche in die Fortis Bank zu finanzieren.
Der niederländische Staat musste die Fortis Bank im Oktober 2008 übernehmen, um sie vor dem Aus zu bewahren. Die Finanzkrise und die teure Übernahme der ABN Amro hatten Fortis ins Wanken gebracht. Auf Druck der EU-Kommission hatte die niederländische Regierung im Herbst 2009 den Weg für den Verkauf von Teilen der ABN Amro an andere Banken frei gemacht, um eine Beschränkung des Wettbewerbs zu verhindern. Dabei kam die Deutsche Bank zum Zug. Sie übernahm unter anderem die Hollandsche Bank Unie, ein gutes Dutzend Beratungs-Filialen sowie zwei Großkunden-Sparten. Bei ABN schlug der Deal mit einem Minus von 800 Mio. bis 900 Mio. Euro zu Buche.
Die Kommission erklärte, die Rettungsbeihilfe werde in die bereits seit April 2009 laufende Beihilfeprüfung miteinbezogen.
rts
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