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Spanien bekommt die volle Packung. Ein Grund zum Feiern, wie für diesen jungen "Tomatenkämpfer" bei einer der traditionellen jährlichen Tomatenschlachten, ist das nicht.

Spanien bekommt die volle Packung. Ein Grund zum Feiern, wie für diesen jungen "Tomatenkämpfer" bei einer der traditionellen jährlichen Tomatenschlachten, ist das nicht.
(Foto: REUTERS)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Keine Lösung für die Krise in Sicht: Moody's stuft Spanien herab

Als letzte der drei Ratingagenturen senkt nun auch Moody's die Krediteinschätzung für das Schulden geplagte Spanien. Das Rating wird um gleich zwei Stufen auf "A1" herunter genommen. Der Ausblick wird weiter mit "negativ" bewertet. Zuvor hatten bereits Standard & Poor's sowie Fitch ihre Einstufungen gesenkt.

Trotz anerkennender Worte für die Reformen der Regierung hat die Ratingagentur Moody's als dritte Agentur nach Fitch und S&P die Kreditwürdigkeit Spaniens gleich um zwei Stufen gesenkt. Die hohe Verschuldung von Banken und Unternehmen mache die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone anfällig, begründete Moody's den Schritt. Auch bleibe die Haushaltslage vieler Regionalregierungen schwierig.

Moody's senkte deshalb die Bonitätsnote von "AA2" auf "A1" und damit stärker als die beiden anderen führenden Agenturen Standard & Poor's und Fitch. Das Risiko eines Zahlungsausfalls schätzt Moody's nun höher ein: Es gilt damit als "gering" und nicht mehr als "sehr gering". Die mächtige Ratingagentur droht mit einer weiteren Herabstufung, indem sie von einem "negativen Ausblick" sprach.     

Das Finanzministerium in Madrid sieht in dem Schritt eine Reaktion auf die derzeit schwierigen Bedingungen am europäischen Anleihenmarkt. Die Regierung werde den Konsolidierungs- und Reformkurs fortsetzen, erklärte es in einer ersten Reaktion.          

"Besser als andere Südländer"

Spanien habe durch Reformen des Rentensystems, des Arbeitsmarktes und des Finanzsektors seine Kreditwürdigkeit im Vergleich zu anderen südeuropäischen Ländern verbessert, sagte Moody's-Analystin Kathrin Mühlbronner. Allerdings werde es für die Regierung wegen der schwierigen Wirtschaftslage in den Euro-Ländern schwierig, die ambitionierten Sparziele zu erreichen. Das Defizit soll in diesem Jahr auf sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes gedrückt werden. 2010 waren es 9,3 Prozent.   

Im August hatten sich die regierenden Sozialisten und die oppositionellen Konservativen auf eine Schuldenbremse geeinigt, die in der Verfassung verankert wird. In Spanien wird am 20. November eine neue Regierung gewählt. In den Umfragen liegt die konservative Volkspartei deutlich vorn. 

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