Wirtschaft

Mäusekot bricht das GenickMüller-Brot ist am Ende

16.02.2012, 18:39 Uhr
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(Foto: dpa)

Der Hygieneskandal erweist sich für Müller-Brot als Sargnagel. Die bayerische Großbäckerei geht in die Insolvenz. Rund 1100 Menschen müssen um ihren Job bangen.

Die wegen eines schwer angeschlagene bayerische Großbäckerei Müller-Brot ist pleite. Rund zwei Wochen nach dem behördlich verfügten Produktionsstopp hat das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt, verlautete aus Unternehmenskreisen. Betroffen sind rund 1100 Beschäftigte in der Großbäckerei in Neufahrn bei München.

Ursprünglich wollten die Behörden am Freitag prüfen, ob die Produktion wieder aufgenommen werden sollte. Das Unternehmen hatte nach Bekanntwerden der Hygienemängel massive Umsatzverluste hinnehmen müssen.

Die Produktion in der Fabrik war am 30. Januar von den Behörden gestoppt worden, nachdem gravierende Hygienemängel wie Mäusekot oder Maden im Mehl nicht abzustellen waren. Am vergangenen Samstag hatte sich die Geschäftsführung bei einer Betriebsversammlung etwa 500 Beschäftigten gestellt. Mehrheitseigentümer Klaus Ostendorf erschien nicht und hatte sich entschuldigen lassen.

Scharfe Kritik an dem Vorgehen des Unternehmens kam vonseiten der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Die Beschäftigten durch Lug und Trug in Sicherheit wiegen und parallel das Insolvenzverfahren betreiben. Das ist wirklich das Letzte," sagte Mustafa Öz von der NGG. Das Vorgehen der Eigentümer sei "menschenverachtend". Auch die Behörden hätten sich schuldig gemacht.

Quelle: ntv.de, dpa