Wirtschaft
RQ-4 Global Hawk-Drohne aus dem Haus Northrop Grumman
RQ-4 Global Hawk-Drohne aus dem Haus Northrop Grumman(Foto: Reuters)

Drohnen machen noch keinen Sommer: Northrop fliegt tief

Die UA sitzen auf einem enormen Schuldenberg, das Haushaltsdefizit ist hoch - da sitzt das Geld für Rüstung nicht mehr ganz so locker wie früher. Das bekommt nun auch Northrop Grumman zu spüren. Der Ausblick des Konzerns, der etwa unbemannte Drohnen für den Krieg gegen den Terror herstellt, fällt sehr verhalten aus.

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Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman rechnet für 2012 mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen - ungeachtet eines besser als erwartet ausgefallenen Vorjahres. Dies hänge unter anderem mit Kürzungen im US-Verteidigungshaushalt zusammen, teilte das Unternehmen mit. Hinzu kämen Auswirkungen von Maßnahmen in leistungsschwachen Unternehmensbereichen und in Sparten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Northrop Grumman produziert unbemannte Aufklärungsdrohnen und andere Ausrüstung für das US-Militär. Bekannt ist der Konzern auch für den B-2-Bomber.

Für 2012 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn von 6,40 Dollar bis 6,70 Dollar je Aktie. Im abgelaufenen Jahr wurde ein Gewinn von 7,41 Dollar erwirtschaftet, ein Plus von 17 Prozent. Damit wurden die eigenen Erwartungen in Höhe von 6,95 Dollar bis 7,05 Dollar je Aktie deutlich übertroffen. Grund seien unter anderem eine gesteigerte Leistungsfähigkeit und niedrigere Zinszahlungen, die gesunkene Umsätze und höhere Steuerzahlungen mehr als ausgeglichen hätten.

In diesem Jahr sei mit einem weiteren Rückgang beim Umsatz zu rechnen, erklärte Northrop. Er werde bei 24,7 Mrd. Dollar bis 25,4 Mrd. Dollar liegen. 2011 betrug er 26,4 Mrd. Dollar, nach 28,1 Mrd. Dollar im Vorjahr.

Ende Dezember hatte sich Northrop gemeinsam mit Boeing einen 3,5 Mrd. Dollar schweren Auftrag des US-Militärs zum Ausbau der Raketenabwehr gesichert. In den nächsten sieben Jahren sollen weitere Teile für das US-System zur Abwehr von Langstreckenraketen (GMD) entwickelt und gebaut werden. Die beiden Konzerne hatte sich gegen die Rivalen Lockheed Martin und Raytheon durchgesetzt.

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Quelle: n-tv.de

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