Opec zuversichtlichÖlnachfrage auf Vor-Krisen-Niveau

Der weltweite Ölbedarf könnte im kommenden Jahr auf das Niveau vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise anziehen. Zu diesem Schluss kommt die Organisation erdölexportierender Länder, Opec, in ihrem Jahresbericht. Die Nachfrage will die Opec aber nicht alleine bedienen.
Der weltweite Ölbedarf könnte nach Einschätzung der in der Opec organisierten erdölexportierenden Länder im kommenden Jahr auf das Niveau vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise anziehen. Vor allem der steigende Benzin-Bedarf werde die Nachfrage auf 86,6 Mio. Barrel (159 Liter) pro Tag steigern, prognostizierte die Opec in ihrem Jahresbericht.
Bis 2014 werde die Nachfrage dann sogar auf 89,9 Mio. Barrel pro Tag zulegen, hieß es weiter. Trotz der Erwartung eines höheren Bedarfs wollen die Opec-Länder ihre Produktion nicht erhöhen. Sie sind der Meinung, dass Nicht-Mitglieder die Nachfrage bedienen würden. Die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder produzieren mehr als ein Drittel des weltweiten Öls.
Die Gemeinschaft geht davon aus, dass sich der Ölpreis bis 2020 in einer Preisspanne zwischen 75 und 85 Dollar je Barrel bewegen wird. Das entspräche einem Niveau unterhalb des Ölpreises von Donnerstag. Die durch das 600 Mrd. Dollar schwere Hilfspaket der Fed ausgelöste Schwäche des Dollar hat den Ölpreis um mehr als ein Prozent in die Höhe getrieben. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit bis zu 85,86 Dollar so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr.