Mittwoch, 25. August 2010
Weg zum Fleischtopf frei: Opel darf nach China
Zukünftig wird auch es auch in China kräftiger blitzen. Opel darf mit dem Segen seiner Mutter General Motors seine Autos in der Volksrepublik vertreiben. Die Rüsselsheimer erhalten auch Zugang nach Australien und Südamerika.Opel will möglichst schnell vom Absatzboom in Märkten wie China profitieren. Schon in wenigen Monaten sollen die Autos des Rüsselsheimer Herstellers in fünf Märkten außerhalb Europas verkauft werden, sagte ein Opel-Sprecher.
"Wir werden noch in diesem Jahr mit dem Vertrieb in China beginnen", hatte bereits Opel-Chef Nick Reilly der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt. Außerdem solle die Marke mit dem Blitz in Australien sowie einem weiteren asiatischen und zwei südamerikanischen Ländern vertrieben werden. Dazu habe der Mutterkonzern General Motors (GM) eine Ausfuhrgenehmigung erteilt.
Opel ist bislang nahezu ausschließlich in Europa aktiv und profitiert damit anders als die Konkurrenten nicht von der rasant steigenden Nachfrage in Asien oder Amerika. Den Zugang im großen Stil zu diesen Märkten verhinderte bisher GM, damit sich die Konzernmarken nicht gegenseitig Konkurrenz machen. Ausgerechnet vor dem angestrebten Börsengang weicht der Detroiter Konzern aber nun von dieser Linie ab.
Nutzung des GM-Vertriebsnetzes
Ganz unbekannt ist die Marke Opel in China allerdings nicht. Im bevölkerungsreichsten Land der Erde habe der Hersteller 2009 etwa 4000 Fahrzeuge verkauft, sagte der Sprecher. In Australien gab es zwar in den vergangenen Jahren einige Opel-Modelle. Sie wurden aber nicht als Opel, sondern unter dem Namen der GM-Marke Holden verkauft.
Absatzziele für die neuen Märkte, in denen Opel das GM- Vertriebsnetz nutzen will, nannten die Rüsselsheimer nicht. Im gesättigten europäischen Markt setzten Opel und die britische Schwester Vauxhall im ersten Halbjahr mit rund 536.000 Fahrzeugen 4,5 Prozent weniger ab als 2009. Der Verlust summierte sich auf 501 Millionen Euro.
Auch im Gesamtjahr wird Opel voraussichtlich rote Zahlen schreiben, für 2011 strebt Reilly ein ausgeglichenes Ergebnis an.
wne/dpa
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