Samstag, 20. März 2010
Konzertierte Elektromotor-Aktion: Opel macht den Vorstoß
Opel dringt auf eine enge Kooperation der deutschen Autobauer bei der Entwicklung von Elektromotoren. Laut Entwicklungschefin Forst geht es darum, der asiatischen Konkurrenz Paroli zu bieten. Die Rüsselsheimer selbst wollen alle neuen Modelle in Deutschland entwickeln.
Elektroauto Opel Ampera.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der angeschlagene Autobauer Opel dringt bei der Entwicklung von Elektromotoren auf eine enge Zusammenarbeit der deutschen Hersteller. Opel-Entwicklungschefin Rita Forst werde dies bei einem Branchen-Treffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3. Mai vorschlagen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung".
Forst zufolge muss die Industrie "an einem Strang ziehen" und gemeinsam forschen. Gemeinsame Elektromotoren dürften kein Tabu sein. Sie hätte kein Problem damit, wenn alle Hersteller die gleichen Batterien besäßen, sagte Forst der Zeitung. Es gehe darum, gegenüber der Konkurrenz in Asien nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Opel selbst will nach einem Bericht der "Automobilwoche" alle neuen Modelle in Deutschland entwickeln. Opel-Chef Nick Reilly habe dies vor Händlern angekündigt, hieß es mit Berufung auf den Sprecher des Verbandes Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler, Thomas Bieling.
Zudem solle weiter mit Hochdruck ein Kleinstwagen unterhalb des Corsa entwickelt werden. Bieling forderte ein "aggressives Marketing" mit attraktiven Preisen. Nur so sei es möglich, den Opel-Marktanteil in Deutschland auf dem Vorjahresniveau von 8,9 Prozent zu halten.
wne/dpa
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