Donnerstag, 21. Januar 2010
Grünes Licht aus Brüssel: Oracle bekommt Sun Micro
Der US-Softwarehersteller Oracle hat im vergangenen Vierteljahr wieder deutlich mehr verdient.
Der US-Softwarekonzern Oracle darf den Server-Spezialisten Sun Microsystems übernehmen. Die Europäische Kommission genehmigte den Zusammenschluss in Brüssel ohne Auflagen. Es drohe keine Einschränkung des Wettbewerbs im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Oracle will mit dem Kauf sein Datenbank-Geschäft stärken. Die EU-Kommission ist die oberste Wettbewerbsaufsicht in Europa und hatte Bedenken hinsichtlich der quelloffenen Datenbanken-Software MySQL geäußert.
Auf dem Datenbanksektor verfügen die drei Hauptanbieter Oracle, IBM und Microsoft über gut 85 Prozent der Marktanteile, gemessen an den Umsätzen. Zwar ist der Anteil von Sun wiederum niedrig. Die 2008 von Sun erworbene MySQL jedoch ist die führende Open-Source- Datenbank, wie die Kommission mitteilte. Deshalb leitete die Behörde am 3. September 2009 eine Wettbewerbs-Prüfung ein.
Zum einen werde eine andere quelloffene Datenbank, PostgreSQL, von vielen Datenbank-Nutzern als glaubwürdige Alternative zu MySQL betrachtet. Auch sei die Zusicherung von Oracle berücksichtigt worden, MySQL weiterzuentwickeln.
Oracle ist in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Übernahmen rasant gewachsen und liegt bei Unternehmens-Software auf Platz zwei hinter SAP.
dpa
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