Mittwoch, 10. Februar 2010
Rotes Jahr 2009 : Peugeot schlechter als erwartet
Der französische Autohersteller PSA, unter dessen Dach die Marken Peugeot und Citroën vereint sind, hat im vergangenen Jahr einen noch höheren Verlust geschrieben als befürchtet, jedoch für das erste Halbjahr 2010 operativ die Rückkehr in die Gewinnzone angekündigt. Der Konzern vermeldete für 2009 einen Nettoverlust von 1,16 Milliarden Euro.
Die roten Zahlen fielen damit deutlich größer als im Vorjahr (minus 363 Millionen Euro) und auch höher als von Analysten mit 890 Millionen Euro erwartet.
Weltweit schwacher Absatz
Wegen der schwachen Nachfrage nach Autos sank der Umsatz um elf Prozent auf 48,42 Milliarden Euro. Dennoch gelang es PSA, einen positiven freien Cash-Flow von 809 Millionen Euro zu erwirtschaften und die Nettoverschuldung um 913 Millionen Euro auf 1,99 Milliarden Euro zu reduzieren.
Für die Automobilmärkte zeichnete der Konzern ein düsteres Bild. In Europa werde der Absatz 2010 branchenweit um rund neun Prozent schrumpfen. Peugeot und Citroën will aber dank neuer Modelle besser abschneiden als der Durchschnitt der Hersteller und ihren Marktanteil.
Auch mit Hilfe der Beiträge der Zuliefertochter Faurecia und der robusten Entwicklungen bei der Logistiktochter Gefco und der Finanzsparte soll das operative Konzernergebnis im ersten Halbjahr auf bereinigter Basis positiv ausfallen.
Auf dem deutschen Markt konnte beide Marken des Konzerns allerdings Absatzrekorde einfahren. Peugeot verkaufte hierzulande 130.207 Autos, was einem marktanteil von 3,4 Prozent entspricht. Damit erwirtschaftete die Peugeot Deutschland GmbH einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro, ein Plus von 18,1 Prozent. Auch Citroën konnte im vergangenen Jahr dank Abwrackprämie einen neuen rekord aufstellen. Die Marke verkaufte in Deutschland 111.753 Autos.
wne/DJ
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