Wirtschaft

Ohrfeige für US-RegierungPimco trennt sich von US-Anleihen

10.03.2011, 10:23 Uhr

Der Fonds Total Return des weltgrößten Anleihen-Investors Pimco hält keine US-Staatsanleihen mehr. Viele Anleger erwarten, dass US-Schuldenpapiere noch unattraktiver werden, wenn die US-Notenbank Fed Mitte des Jahres ihr Programm zum Aufkauf von US-Staatsanleihen beendet.

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Pimco-Chef Mohamed El-Erian. (Foto: REUTERS)

Der Fonds Total Return des weltgrößten Anleihen-Investors Pimco hat sich von sämtlichen US-Staatsanleihen getrennt. Der Schritt ist das bislang stärkste Signal dafür, wie negativ einige Investoren Schuldenpapiere des Staates USA inzwischen bewerten.

Der vom Fondsmanager Bill Gross verwaltete Total Return mit einem Volumen von knapp 237 Mrd. Dollar habe den Schritt bereits per Ende Februar vollzogen, teilte Pimco mit. Viele Anleger erwarten, dass US-Schuldenpapiere noch unattraktiver werden, wenn die US-Notenbank Fed Mitte des Jahres ihr Programm zum Aufkauf von US-Staatsanleihen beendet.

Der Fonds begründete den Schritt nicht. Pimco-Chef Mohamed El-Erian hatte der US-Regierung allerdings vorgeworfen, eine Inflationspolitik mit weitreichenden Auswirkungen zu betreiben. Um ihre hohe Schuldenlast zu reduzieren, nähmen die USA eine höhere Inflation in Kauf.

Die USA müssten sich auf ein dauerhaft schwaches Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit und eine Neuausrichtung der Weltwirtschaft einrichten, so El-Erian.

Quelle: rts