Wirtschaft

Harte Zeiten für "Bunnys": Playboy schreibt rote Zahlen

Die dümpelnden TV-Erotikprogramme machen Playboy arg zu schaffen. Das US-Medienunternehmen verzeichnet im dritten Quartal einen kräftigen Verlust. Playboy braucht dringend Geld in der Kasse. So muss deshalb eine Kunstsammlung verhökert werden.

Das Magazin hat sich etwas erholt.
Das Magazin hat sich etwas erholt.(Foto: AP)

Die US-Medienfirma Playboy - bekannt vor allem durch das gleichnamige Männermagazin - schreibt angesichts der starken Konkurrenz im Internet hohe Verluste. Vor allem das bröckelnde Fernsehgeschäft mit seinen Erotikprogrammen sorgte im dritten Quartal für ein Minus von unterm Strich 27,4 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust erst bei 1,1 Millionen Dollar gelegen.

Firmenchef Scott Flanders machte dabei gute Miene zum bösen Spiel. Der Umbau schreite voran, beteuerte er. Die Playboy-Firmengruppe der Zukunft soll ihr Geld nicht mehr vorrangig mit nackter Haut verdienen, sondern mit ihrem bekannten Namen.

Wollen andere Firmen das Hasenlogo verwenden - etwa auf Kleidung - müssen sie dafür tief in die Tasche greifen. Dieses Lizenzgeschäft zog weiter deutlich an; das Magazin berappelte sich etwas.

Insgesamt ging der Umsatz aber um sieben Prozent auf 52 Millionen Dollar zurück. Um Geld in die klamme Kasse zu kriegen, will der Playboy am 8. Dezember sogar seine Kunstsammlung verkaufen, darunter ein roter Mund des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Tom Wesselmann im Schätzwert von zwei bis drei Millionen Dollar.

Auch die Fotografie von Marilyn Monroe für das erste "Playboy"-Cover vom Dezember 1953 ist bei der Christie's-Auktion dabei und soll 10.000 bis 15.000 Dollar einbringen.

Quelle: n-tv.de

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