Wirtschaft

In Zukunft deutlich profitablerPost konkretisiert Ziele

23.11.2010, 10:58 Uhr

Der Vorstand will in den kommenden Jahren voll auf den Wachstumspfad einschwenken. Die DHL-Sparten sollen einen um Einmaleffekte bereinigten operativen Gewinn von mehr als 1,3 Mrd. Euro erzielen. Für die Briefsparte hat das Management weiterhin 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro im Blick. Auf Dauer wird das Briefgeschäft dieses Niveau aus Sicht des Managements aber nicht halten können.

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Die Deutsche Post schraubt ihre Gewinnprognose nach oben. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Post will bis 2015 ihren Umsatz steigern und deutlich profitabler arbeiten. Dabei setzt der Konzern vor allem auf sein Logistik- und Expressgeschäft. "In den kommenden Jahren liegt unser Fokus nun eindeutig auf Wachstum - und zwar sowohl beim Ergebnis als auch beim Umsatz", sagte Vorstandschef Frank Appel. Die Sparprogramme der vergangenen Jahre hätten dafür die besten Voraussetzungen dafür geschaffen.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) strebt der Konzern bis zum Jahr 2015 für die DHL-Bereiche ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 13 bis 15 Prozent an, wie die Post in Frankfurt mitteilte. Basis sind dabei die 1,3 Mrd. Euro, die im laufenden Jahr als Ergebnisbeitrag angepeilt werden. In der zuletzt kriselnden Briefsparte wird eine Stabilisierung des operativen Gewinns auf rund einer Milliarde Euro angestrebt - weniger, als die Sparte noch 2010 erzielen soll.

Das angestrebte Umsatzwachstum soll ebenfalls vor allem von DHL eingefahren werden. Im Schnitt sollen die Umsätze ein bis zwei Prozentpunkte stärker wachsen als die jeweiligen Märkte. An ihrer Dividendenpolitik will die Post festhalten: Ausgeschüttet werden sollen jeweils 40 bis 60 Prozent um Sondereffekte bereinigten jährlichen Nettogewinns.

"Mit unseren Produkten und Dienstleistungen sind wir schon heute in vielen Bereichen führend", sagte Appel weiter. Nun wolle der Konzern bis 2015 auch bei der Profitabilität Maßstäbe in der Branche setzen. In den vergangenen Jahren hätte die Post mit umfangreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung beste Voraussetzungen dafür geschaffen. In den kommenden Jahren liege der Fokus nun eindeutig beim Ergebnis und beim Umsatz auf Wachstum.

Post vor Verkauf von ETS

Die Deutsche Post will sich offenbar ein weiteres Stück aus den USA zurückziehen. Das Unternehmen bereite den Verkauf der amerikanischen Spedition Exel Transportation Services (ETS) vor, berichtete die "Financial Times Deutschland" bereits am Vortag unter Berufung auf Konzernkreise. Das Post-Management erhoffe sich für den wenig rentablen Lkw-Transporteur, der zuletzt etwa 180 Mio. Dollar (132 Mio. Euro) umgesetzt habe, rund 60 Mio. Dollar. Den Angaben zufolge prüfen zurzeit drei Interessenten die ETS-Bücher.

ETS ist ein Verbund von Speditionen mit Sitz in Texas.

Quelle: rts