Wirtschaft

Jobabbau bei Kraftwerkstochter: RWE bereitet Zukunft vor

Der Ausstieg aus der Atomenergie zwingt RWE zu weiteren Maßnahmen. Die Stilllegung der Akw Biblis und die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerke zieht bei der Tochter RWE Power Stellenstreichungen nach sich.

Im Braunkohletagebau Garzweiler.
Im Braunkohletagebau Garzweiler.(Foto: dapd)

Die Kraftwerkstochter des Energiekonzerns RWE will in den kommenden fünf Jahren in Deutschland 1000 ihrer knapp 17.000 Stellen streichen. "Das wird sozialverträglich passieren", sagte ein Sprecher von RWE Power. Gründe seien die Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis und die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerke. Diese benötigten weniger Personal als die alten Blöcke, die im Gegenzug vom Netz genommen werden.

Zudem würden zwei Einheiten zusammengelegt, die Braunkohleprodukte vertreiben, die unter anderem von Industriebetrieben genutzt werden. "Die Mannschaft wird schrumpfen, aber behutsam und geplant", sagte RWE Power Personalvorstand Erwin Winkel.       

Bereits vor zwei Wochen war gemeldet worden, dass RWE in den kommenden Jahren insgesamt bis zu 8000 der 72.000 Stellen streichen wolle. Etwa die Hälfte solle durch die geplanten Verkäufe von Beteiligungen aus dem Konzern ausscheiden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, die Umsetzung geschehe in Abstimmung mit den Gewerkschaften.

Beim Düsseldorfer Konkurrenten Eon sorgen die geplante Stellenstreichungen von Vorstandschef Johannes Teyssen für mehr Unruhe. Teyssen will bis zu 11.000 der knapp 80.000 Jobs streichen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt er nicht aus.

Quelle: n-tv.de

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