Mittwoch, 30. Dezember 2009
Banken sollen Vorsorge treffen: Rettungsfonds ohne Staatsgeld
Die CSU will ausschließlich Banken zur Zahlung einer Risikoabgabe verpflichten. Die Partei greift damit einen Vorschlag von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf, der allerdings auch eine staatliche Beteiligung an dem Fonds vorsieht.
Der Rettungsschirm zahlt sich aus.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)
"Wir sollten einen Rettungsfonds einrichten, in den die Banken je nach Risiko und Systemrelevanz einzahlen müssen", sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich der "Financial Times Deutschland" (FTD). "Ziel ist, dass die Banken sich bei der nächsten Finanzkrise selber retten können." Friedrich greift damit einen Vorschlag von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf, lehnt aber anders als dieser eine staatliche Beteiligung an dem Fonds ab.
"Nicht der Staat muss den Fonds füllen wie Herr Ackermann meint. Die Banken müssen selbst dafür sorgen, die systemischen Risiken abzusichern", sagte Friedrich der "FTD". Ackermann hatte im November einen von Banken und Staat gemeinsam getragenen Fonds angeregt, um notleidende Institute im Krisenfall zu retten. Mit der CSU macht sich die erste Regierungspartei das Konzept der Risikoabgabe zueigen. Friedrich erwartet den Angaben zufolge einen entsprechenden Beschluss auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe Anfang Januar in Kreuth.
AFP/dpa/rts
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