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Wirtschaft

Montag, 08. März 2010

Toyoda on tour: Rüffel vom Regierungschef

Von USA bis China: Die Entschuldigungstour von Konzernchef Toyoda kann sich sehen lassen. Auch zu Hause bekommt er wegen der millionenfachen Rückrufe sein Fett weg: Durch Toyota habe das High-Tech-Image Japans gelitten, sagt Ministerpräsident Hatoyama.
Toyota-Lenker Akio Toyoda (l.) und Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama (r.) im Vier-Augen-Gespräch.

Toyota-Lenker Akio Toyoda (l.) und Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama (r.) im Vier-Augen-Gespräch.
(Foto: REUTERS)

Nach dem Rückruf-Desaster beim weltgrößten Autobauer Toyota hat Japans Regierung Konzernchef Akio Toyoda die Leviten gelesen. Die technischen Mängel an Millionen Toyota-Fahrzeugen haben nicht nur zu einem immensen Image-Schaden beim Unternehmen geführt, sondern auch Japans Ruf als High-Tech-Land einen Kratzer verpasst, sagte Ministerpräsident Yukio Hatoyama nach einem rund 20-minütigem Gespräch mit Toyoda. Die Regierung erwarte, dass Toyota das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinne.

Der Rückruf von etwa 8,5 Millionen Fahrzeugen wegen technischer Mängel hat das Geschäft von Toyota auf dem wichtigsten Absatzmarkt USA im Februar um knapp neun Prozent einbrechen lassen. Dagegen konnten Konkurrenten wie General Motors und Ford Zuwächse verzeichnen. Nach dem herben Absatzrückgang hofft Toyota nun auf bessere Geschäfte in diesem Monat. "Ich denke, das ist möglich", sagte er nach dem Gespräch mit Hatoyama. Das Unternehmen habe zur Ankurbelung des Absatzes mehrere Sonderangebote gestartet. "Die Belegschaft vor Ort arbeitet hart daran", sagte Toyoda.

Rede und Antwort

Der Konzernchef und Enkel des Toyota-Gründers hatte sich in den vergangenen Wochen in den USA, Japan und China bereits öffentlich entschuldigt und Besserung gelobt. So räumte das Management inzwischen ein, dass Toyota bei seiner Expansion zum weltgrößten Autobauer zu sehr auf Wachstum und zu wenig auf Qualität geachtet habe. Dazu erklärte Hatoyama, es sei gut gewesen, dass Toyoda persönlich in die USA und nach China gereist sei. Der Konzernchef hatte sich zunächst gesträubt, vor einem Ausschuss des US-Kongresses Rede und Antwort zu stehen.

Neue Modelle kommen später

Wegen der Pannenserie könnten zudem die neuen Modelle in diesem Jahr deutlich später auf den Markt kommen als geplant. Sollten die Probleme nicht gelöst sein, werde die Vorstellung der neuen Typen gestoppt, sagte Toyota-Europachef Tadashi Arashima der britischen Zeitung "Sunday Telegraph".

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Klagewelle in den USA erwartet
Toyotas Image ist beschädigt
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Der japanische Hersteller will in diesem Jahr ein neues Modell des Auris, einen Auris Hybrid sowie einen RAV4 auf den europäischen Markt bringen.

bad/dpa/rts

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