Wirtschaft

Aluminium-Riese aus Russland: Rusal gewinnt 2,9 Mrd. Dollar

In Zeiten des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs klingeln im Geschäft mit Aluminium die Kassen: Der russische Alcoa-Rivale Rusal verdient im abgelaufenen Jahr deutlich mehr als am Markt erwartet. Auch beim Ausblick glänzen die Russen: 2011 soll die Alu-Nachfrage in Schwellenländern weiter kräftig ansteigen.

Heiß wie flüssiges Aluminium, also mindestens 660 Grad Celsius: Weil Alu früher schmilzt als Stahl, brauchen Rusal-Arbeiter keine Hitzeschutzanzüge.
Heiß wie flüssiges Aluminium, also mindestens 660 Grad Celsius: Weil Alu früher schmilzt als Stahl, brauchen Rusal-Arbeiter keine Hitzeschutzanzüge.(Foto: REUTERS)

Der russische Aluminium-Riese Rusal hat seinen Gewinn 2010 dank der gestiegenen Preise für das Leichtmetall mehr als verdreifacht. Die starke Nachfrage nach Aluminium werde sich auch in diesem Jahr fortsetzen, kündigte der weltweite Branchenführer an. Vor allem die Schwellenländer China, Brasilien, Indien sowie Russland würden den Aluminium-Verbrauch anschieben.

Allein die Nachfrage aus China dürfte Rusal zufolge 2011 um 12 Prozent anziehen und damit stärker als der durchschnittliche Verbrauch weltweit. China ist der weltgrößte Hersteller und Konsument von Aluminium, das in vielen Bereichen der Wirtschaft wie zum Beispiel Transport, Verpackung und Bau benötigt wird. Auch in der Flugzeug- und Automobilindustrie spielt der stabile und leichte Werkstoff eine große Rolle.

Vor diesem Hintergrund wies Rusal für 2010 einen Betriebsgewinn von 2,6 Mrd. Dollar aus - ein Anstieg um 336 Prozent zum Vorjahr. Analysten hatten ein Ergebnis in dieser Größenordnung erwartet. Der Nettogewinn lag bei 2,87 Mrd. Dollar nach 821 Mio. Dollar im Jahr 2009 und übertraf damit deutlich die Markterwartungen.

Das russische Unternehmen konkurriert unter anderem mit dem US-Konzern Alcoa. Rusal ist in Hongkong und Paris notiert. Der Börsengang in Asien fand Anfang 2010 statt. Auch der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore International AG, ein indirekter Anteilseigner von Rusal, strebt Kreisen zufolge ans Hongkonger und Londoner Parkett. Das Volumen des IPO wird auf 10 Mrd. Dollar taxiert. Rusal kündigte an, nicht im Rahmen des Börsengangs in Glencore investieren zu wollen.

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Quelle: n-tv.de

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