Wirtschaft

Wasser bei Oberkante Unterlippe Saab kämpft um Existenz

01.09.2011, 07:04 Uhr

Ja, er lebt noch! Der schwedische Autobauer Saab befindet sich in einer tiefen Krise. Im ersten Halbjahr werden tiefrote Zahlen geschrieben. Nach wie vor erfolgen die Lohnzahlungen verspätet und unregelmäßig.

1
Tote Hose bei Saab in Trollhättan. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Schlinge um den angeschlagenen Autohersteller Saab zieht sich immer enger. Das Unternehmen kämpft nach eigenen Angaben angesichts wachsender Verluste und klammer Kassen ums Überleben.

Der vor etwa zwei Jahren von dem niederländischen Unternehmen Swedish Automobile - damals noch unter dem Namen Spyker - gerettete Konzern häufte in der ersten Jahreshälfte einen operativen Verlust von gut 200 Millionen Euro an und steuert zum Jahresende immer tiefer in die roten Zahlen. Im ersten Halbjahr 2010 stand noch ein Minus von knapp 22 Millionen Euro in den Saab-Büchern.

Saab konnte im August zum dritten Mal in Folge seinen Arbeitern die Monatslöhne nicht pünktlich zahlen. "Wir arbeiten intensiv daran, sie zu bezahlen", sagte Firmensprecherin Gunilla Gustavs im schwedischen Rundfunk. Das Unternehmen mit rund 3800 Mitarbeitern kämpfe weiter um zugesagte Finanzspritzen.

Die Produktion in Saabs wichtigster Fabrik in Trollhättan ruht praktisch seit April. Bei der Suche nach Investoren unterstützt eine amerikanische Investmentbank das Unternehmen. Demnach verkaufte das Unternehmen zudem vier Millionen Aktien.

Quelle: rts/dpa