Wirtschaft
Schaffen es die Europäer?
Schaffen es die Europäer?(Foto: REUTERS)

Angst vor Devisen-Schocks: Seoul stockt Gold-Vorräte auf

Die Schuldenkrise in Europa sorgt im fernen Südkorea zunehmend für Unruhe. In Seoul versuchen die Währungshüter den koreanischen Won auf befürchtete Turbulenzen vorzubereiten. Ihr Rezept gegen Angst und Krise dürfte vielen Anlegern bekannt vorkommen: Die Koreaner investieren in Gold.

Unter dem Eindruck der wachsenden Nervosität an den Währungsmärkten stockt Südkorea seine Goldreserven auf.

Die aufgekaufte Goldmenge entspricht 15.000 dieser 100 Gramm Barren.
Die aufgekaufte Goldmenge entspricht 15.000 dieser 100 Gramm Barren.

Die südkoreanische Zentralbank hat auf dem Londoner Goldmarkt 15 Tonnen des Edelmetalls gekauft, teilte die Notenbank mit. Insgesamt verfügt Südkorea damit über Goldreserven von 54,4 Tonnen. Diese Menge entspricht etwa einem Prozent der südkoreanischen Deutschland legt Veto ein , die sich Ende November auf mehr als 308 Mrd. Dollar (mehr als 228 Mrd. Euro) beliefen.

Südkorea hatte zuletzt während der Asienkrise Ende der neunziger Jahre Gold am Weltmarkt aufgekauft. Erst im Juni des laufenden Jahres hatte das asiatische Land begonnen, seine Reserven erneut aufzustocken.

Durch den Goldkauf wolle sich Südkorea vor einer wegen der Schuldenkrise in Europa drohenden Inflation schützen und das Vertrauen der Investoren stärken, sagte der für die Devisenstrategie der Zentralbank zuständige Manager Lee Jung.

Mehrere asiatische Regierungen hatten zuletzt stark in Gold investiert, das gegenüber dem Dollar und dem Euro als vergleichsweise sichere Anlage gilt. Der Goldpreis hat sich seit der Finanzkrise 2008 mehr als verdoppelt, er liegt derzeit bei mehr als 1700 Dollar je Feinunze.

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Quelle: n-tv.de

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