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Wirtschaft

Donnerstag, 10. November 2011

Trotz ordentlichen Gewinns: Siemens lässt Vorsicht walten

Das Geschäftsjahr 2010/11 ist für Siemens ein erfolgreiches. Der Technologieriese kann seinen Gewinn kräftig steigern. Allerdings ist er im abgelaufenen Quartal schwächer als erwartet. In den kommenden beiden Jahren will Siemens seine Medizintechnik-Sparte verschlanken. Der Abbau hunderter Stellen ist geplant.
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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Münchener Technologiekonzern Siemens zeigt sich nach einem kräftigen Gewinnanstieg in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr vorsichtig für die absehbare Zukunft. Der Umsatz werde moderat wachsen, der Gewinn des fortgeführten Geschäfts werde auf vergleichbarer Basis etwa auf dem Niveau des Vorjahres von sechs Milliarden Euro liegen, teilte der Konzern mit.      

Im Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende September) legte der Nettogewinn des Technologieriesen um gut die Hälfte auf 6,3 Milliarden Euro zu. Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts kletterte um sieben Prozent auf 73,5 Milliarden Euro. Im Schlussquartal erreichte der Gewinn 1,23 Milliarden Euro nach einem Verlust im Vorjahr. Damit blieb Siemens unter den Analystenerwartungen.   

Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 20,35 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging hingegen um zwei Prozent zurück. Zudem schrieb Siemens 231 Millionen Euro auf sein Solargeschäft ab.

Für die kommenden beiden Jahre nimmt sich der Konzern zudem seine Baustelle Medizintechnik vor. Dort sollen Kosten gespart werden, in der erfolglosen Strahlentherapie steht auch der Abbau von mehreren hundert Stellen in Deutschland an. Die Stellenreduzierung solle in den nächsten beiden Jahren erfolgen und werde den Bereich Strahlentherapie betreffen, teilte Siemens mit. Wie viele Arbeitnehmer genau betroffen sein werden, wurde zunächst nicht gesagt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine Anzahl im mittleren dreistelligen Bereich.

Besonders starke Treiber des Umsatzes waren vor allem die beiden Sektoren Industry und Energy. Im Industrie-Sektor schlug insbesondere der Großauftrag der Deutschen Bahn für eine neue Generation von Hochgeschwindigkeitszügen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro zu Buche. Im Energiebereich war erneut die Division der fossilen Energieträger stark. Im Solarbereich musste Siemens dagegen nach eigenen Angaben 231 Millionen Euro abschreiben.

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rts/dpa

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