Aktie rauscht in den KellerSocGen mit Gewinnwarnung
Der französischen Großbank machen neue Abschreibungen zu schaffen. Das Institut rechnet für das abgelaufene Vierteljahr lediglich mit einem "leichten Gewinn", während Analysten dem Institut im Schnitt fast eine Milliarde Euro zugetraut hatten.
SocGen begründete dies mit Abschreibungen auf riskante Wertpapieren in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Die Gewinnwarnung schickte die SocGen-Aktie in Paris knapp vier Prozent in den Keller und zog auch die Papiere deutscher Banken mit nach unten.
Der Schritt von SocGen schürte Sorgen, dass das Schlimmste der Finanzkrise noch nicht ausgestanden sein könnte. Nach Einschätzung der EZB schlummern in den Bankbilanzen noch riesige potenzielle Verluste. Demnach könnten allein auf die Institute der Eurozone in diesem Jahr Abschreibungen in Höhe von 187 Mrd. Euro zukommen.
Nach Angaben des Geldhauses stammten die Belastungen aus Abschreibungen auf forderungsbesicherte Anlagen, sogenannte Collateral Debt Obligations (CDOs), Änderungen bei der Neubewertung von Credit Default Swaps (CDS) sowie der Neubewertung von finanziellen Verbindlichkeiten. Zudem seien die Einnahmen im Firmenkundengeschäft und im Investmentbanking im vierten Quartal zurückgegangen, teilte SocGen weiter mit. Das heimische und internationale Privatkundengeschäft sei dagegen gut gelaufen.
Die Perspektiven für das laufende Geschäftsjahr beurteilt SocGen dagegen positiv. Das Institut will seine toxischen Papiere im Volumen von rund 37 Mrd. Euro zusammenfassen, um so die Verluste zu mindern.