Wirtschaft

Führungskräfte freigestelltSpionageaffäre bei Renault

05.01.2011, 17:32 Uhr

Das Elektroauto-Programm des Autobauers Renault ist das Ziel einer möglichen Industriespionage. Die Franzosen stellen drei ranghohe Führungskräfte frei. Sie sollen Informationen zum Programm nach außen weitergegeben haben.

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(Foto: dapd)

Der französische Autobauer Renault wird von einer Affäre um mögliche Industriespionage erschüttert. Die Konzernleitung stellte drei ranghohe Führungskräfte wegen schwerer Vorwürfe gegen sie vorläufig frei. Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich zunächst nicht zu den Hintergründen äußern.

Nach AFP-Informationen soll es unter anderem um das Elektroauto-Programm des Herstellers gehen. Die drei Mitarbeiter werden verdächtigt, sensible Informationen nach außen gegeben zu haben. Einer von ihnen soll sogar Mitglied des knapp 30-köpfigen Managementteams um Konzernchef Carlos Ghosn sein.

Die ersten konkreten Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten der Führungskräfte hatte es nach Angaben von Renault bereits Ende August gegeben. Nach Ermittlungen setzte das Unternehmen die Mitarbeiter dann am Montag vorläufig vor die Tür.

Elektroautos spielen in der Wachstumsstrategie des zweitgrößten französischen Autobauers Renault eine bedeutende Rolle. In der zweiten Jahreshälfte will der Hersteller mit dem Kangoo Rapid Z.E. sein erstes Elektroauto auf den deutschen Markt bringen.

Quelle: dpa